Alle Kurzkommentare


4

Typisches Produkt der 90er: Ein Gangsterkrimi und Roadmovie voller Pulp, Sex und Gewalt sowie kaputten und ätzenden Typen. Im Grunde noch so ein Klon von NATURAL BORN KILLERS. Das Ganze hat leicht rassistische Züge und kommt ein bisschen als filmische Retourkutsche für die ständige Unterdrückung der Hispanics durch die Weißen daher: Latinos werden als das Leben in vollen Zügen auskostende, sexuell aktive und zugleich zutiefst spirituelle Leute dargestellt, die Kaukasier hingegen als verklemmte und langweilige Weißbrote. Als ob das nicht schon fragwürdig wäre, kommt Romeo auch noch heuchlerisch rüber, weil er skrupellos jedes Verbrechen begeht, gleichzeitig aber so tief gläubig sein will. Er und die weder attraktive noch sympathische Perdita streifen wie 2 rammelnde Raubtiere durchs Land. Die Geiselnummer wird rasch öde, es gibt zu viele hinein gepresste Anekdoten und mir ist das alles eh viel zu ziel- und sinnlos.

7

Alex de la Iglesias' "Perdita Durango" würde ich mal als die spanische Antwort auf "Pulp Fiction" bezeichnen. Ein zynischer Roadmovie voll Gewalt, Sex und schwarzem Humor, der in den entscheidenden Momenten weiter geht, als es Tarantino tat, weshalb mir dieses Machwerk weitaus besser gefällt. Zwanghafte, selbstzweckhafte Tabubrüche von lässigen, sprücheklopfenden Soziopathen sind zwar generell nun wirklich nicht mein Genre - "Perdita Durango" dürfte aber einer der besseren Beiträge zum Thema sein.

5

War ich bisher von allen Álex de la Iglesia-Filmen amüsiert bis begeistert, so hat mich Perdita Durango umso mehr enttäuscht. Der Film gestaltet sich als genauso ziellos wie seine beiden Hauptfiguren (denen man überdies nach kurzer Zeit schon nur das Schlimmste wünscht), verkommt zu einem sinnlosen zynischen Trip durchs amerikanisch-mexikanische Grenzland und nimmt sich zu allem Überfluss selbst zu ernst. Gewisse Spannungsmomente, eine erotisch-explosive Hauptakteurin und ein paar kaputte Typen mögen zwar bei gutem Willen auf der Habenseite zu verbuchen sein. Álex de la Iglesia hat es jedoch nicht geschafft, das Ganze zu einem kultigen höllischen Roadtrip zu verarbeiten. Dabei hat er vor und nach "Perdita Durango" bewiesen, dass er es besser kann. (5/10)

9

Ein Roadmovie das endlich Mal wieder was taugt! Eine sexy Nympho-Chick und ein durchgeknallter Santero- Priester... das ist endlich mal ein explosiver Stoff in dem Sex, Gewalt und Spaß einfach den Zuschauer fesseln und relaxen lassen! Und diese geile Idee Embryos zu schmuggeln um sie in Hautcreme zu verwandeln ist ja nur geil! Man da haut es dich einfach um! Aber das wichtigste ist wohl defenitiv Perdita... denn dieses geile Weib sieht mit einem Geparden gut aus, und wenn sie wild reitend einen Mann zum Wahnsinn treibt! Ja so muss es sein! Baby kick my ass! Naja der Film tut es schon Mal!!!!!!

6

Viel gelobter Festivalkracher, der in meinen Augen allerdings keine echten Qualitäten zu bieten hat. Latino-Gangster, coole Sprüche und sadistische Gewalt sind die Ingredenzien für diesen wilden Roadtrip, und das haben wir alles schon besser bei Tarantino gesehen. "Perdita Durango" ist über den Großteil der Handlung weder wirklich brutal noch unterhaltsam, so dass sich allzu schnell Ermüdungserscheinungen einstellen dürften. Aber wer's mag...

0

Perdita Durango ist sicherlich ein Film, der von vielen deshalb nicht gemocht wird, weil er viel zu hart ist. Bei mir ist das nicht so! :D Als schon reichlich abgestumpftes Individuum zeigt sich sogar ein ziemlich breites Grinsen bei vielen (Gewalt-)Szenen! Allein die Hintergrundgeschichte mit den Embyonen, der Mafiaboß mit seinen Kindern (mega-lol) oder auch der total vertrottelte Vater von dem Geiselbalg. Für Weicheiner sicherlich nicht geeignet, ansonsten aber mehr als nur sehenswert! TWO THUMBS UP!

6

Hmmm... Schauspieler die die Charaktere exzellent darstellen, der Film ist sehr gut gedreht... Leider konnte mich die Geschichte nicht so richtig fesseln. Mir war glaube ich die Handlung einfach ZU schräg. Ich dachte, dass der Film mehr in Richtung "From Dusk Till Dawn" geht - leider falsch gedacht! Er war meiner Ansicht nacht weit von dem genanntem Film entfernt. Auch den in anderen Reviews vielzitierten pechschwarzen Humor (den ich eigentlich über alles liebe) konnte ich zu meiner Enttäuschung nicht so richtig finden. Vielleicht eher was für Fans von "Natural Born Killers"?!? Mein Tip: Vor einem eventuellen Kauf für die Sammlung unbedingt vorher ausleihen!

9

In meinen Augen stellt "Perdita Durango" Iglesias beste Arbeit da (schaut euch auch -el dia della bestia- an). Allen voran beeindrucken Rosie Perez und Javier Bardem als Perdita&Romeo, ihre Dartsellung des brutalen Gangsterpärchens stellt viele anderen GP's in den Schatten. Die furiose Bilderflut ist geradezu überwältigend und wirkt mit dem genialen Soundtrack (zeotweise) wie ein Dope-Trip. Ich kann den Film uneingeschränkt empfehlen. Ausser den Weicheiern untern euch, aber die würden sich diese Rezi sowieso nicht durchlesen. Fazit: 9 von 10 Punkten.

6

Neben den eruptiven Gewaltausbrüchen, die den unbedarften Zuschauer teilweise schockieren werden, der rasanten Handlung und dem makabren Humor, besticht der Film vor allem durch seine Hauptdarstellerin: Rosie Perez. Sie ist die perfekte Verkörperung der von Kultautor Barry Gifford geschaffenen Figur der Perdita Durango. Wenn der Begriff "Raubkatze" jemals auf eine Darstellerin bzw. die von ihr verkörperte Rolle zugetroffen hat, dann in diesem Fall. Ihre pure Präsenz bringt die Leinwand förmlich zum Knistern - derart erotisch (ohne viel nackte Haut zu zeigen) und faszinierend liefert Sie diese Glanzleistung ab.

Kritik verlinken oder schreiben
Details
Ähnliche Filme