Richard Clark verabschiedet sich von der Provinz und nimmt eine Anstellung an einer Großstadtschule an. Dort muss er feststellen, dass gedealt wird, Schüler gewaltbereit sind und auch Höflichkeit nicht gerade an der Tagesordnung ist. Unter diesen Voraussetzungen ist natürlich kein ordentliches Lernen möglich - doch Richard gibt nicht so schnell auf.
Was passiert wenn ein idealistischer aber leicht trotteliger Lehrer neu an eine Katastrophen-Schule kommt, deren Eleven sich aus dem Abschaum der Stadt zusammensetzt und deren Abgänger lediglich die Wahl haben zur Armee zu gehen, kriminell zu werden oder Burger zu wenden, kann man in High School High bewundern. Allerdings ist der Versuch eine reine Komödie mit den Problemen von klischeehaften Ethno-Brandherden zu kreuzen zwar bemüht, aber leider weder hier noch dort wirklich funktionabel.
In Front der Comedy mit sozialer Botschaft steht Knuffelbär Jon Lovitz der mit seiner Naivität zwar überall aneckt, aber doch die Jugendlichen mehr und mehr in den Griff bekommt. Mit Tia Carrere bekommt er, als einziger weiterer halbwegs normaler Lehrkörper, Unterstützung, nur die Love Story zwischen den beiden wirkt dabei wie ein nicht funktionierender Fremdkörper. Ansonsten besteht der Cast aus mal mehr, mal weniger gut getroffenen Stereotypen, die man sich halt in einer Chaos Lernanstalt so vorstellt.
Über den Humor war ich aber doch etwas enttäuscht. Anno dazumal hatte ich den Streifen tatsächlich sogar im Kino angeschaut und hatte ihn als noch ganz witzig in Erinnerung, aber so knapp zwanzig Jahre später blieb davon nicht mehr viel übrig. Die Schlägerei in der Bibliothek ist immer noch amüsant, aber meist bleiben doch eher müde Grinser oder auch satte Rohrkrepierer zurück, die in Summe den Unterhaltungswert bestenfalls mittelmäßig machten.
Klar das die naive Geschichte einem happy End zusteuert und sogar der fiesen Direktorin selbst einen kriminellen Hintergrund zuschustert. Bleibt ein netter Versuch, der aber von einer Spitzenkomödie doch einige Lacher entfernt liegt.
5/10