Roger Summers verbringt zusammen mit seiner Frau Candace wie jedes Jahr ein paar Ferienwochen in dem lauschigen Bergnest Pemberton und hat dieses Mal zudem auch noch seinen muffeligen Sohnemann Jordan im Gepäck, der viel lieber mit seinen Freunden nach Mexiko abgedüst wäre. Mit Ruhe und Entspannung ist es allerdings nicht weit her: Durch einen gewaltigen Zyklon in den höheren Schichten der Erdatmosphäre kommt es in regelmäßigen Abständen zu verheerenden Kaltfront-Stürmen, die die Temperaturen augenblicklich weit unter den Gefrierpunkt senken und das Leben auf der gesamten Nordhalbkugel bedrohen! Für Roger und seine Familie gilt es nun, sich mit dem Helikopter in südliche Gefilde in Sicherheit zu bringen, bevor der nächste Kälte-Sturm sie auch noch schockgefriert... Okay, auch wenn "Cold Zone - Die neue Eiszeit" sicherlich nicht das schlimmste frostige TV-Katastrophenfilmchen mit Sci-Fi-Anstrich ist, das man je gesehen hat (remember "Apokalypse Eis - Der Tag, an dem die Welt erfriert"...?), so ist man doch schlicht gute zehn bis zwölf Jahre zu spät am Start, um hiermit noch großartig für Furore zu sorgen... denn inhaltlich kommt einem das Ganze vor wie ein prima Cash-In bei Roland Emmerichs 2004er-Kino-Spektakel "The Day After Tomorrow" und auch die Effekte hinken ihrer Zeit mal ganz gewaltig hinterher und sehen echt nicht nach 2017 aus! John MacCarthy, sonst Regie-Assistent bei Hollywood-Großproduktionen, durfte sich hier nach einigen Episoden von "Supernatural - Zur Hölle mit dem Bösen" sicherlich auch nur mal "spaßeshalber" selbst bei einem irrelevanten TV-Film als Regisseur versuchen und hat diese Karriere da im Anschuss auch nicht mehr weiterverfolgt... verständlich, denn Tempo und Thrill glänzen hier durch Abwesenheit und ein paar lausige CGI-Bilder vermitteln keinesfalls das Maß an Action, das man sich von so einem Streifen gemeinhin doch erhofft. Vieles sieht hier demnach trashiger aus, als es das eigentlich müsste, was den Entertainment-Faktor da allenfalls noch für hartgesottene Schundfilm-Connaisseure auf einem einigermaßen akzeptablen Level hält, aber der "durchschnittliche" Zuschauer vor der Flimmerkiste dürfte da doch eher gelangweilt in die Röhre blicken und ergo auch schnell abschalten. Die Darsteller agieren durch die Bank so unbeteiligt, als würde sie der bevorstehende Weltuntergang nicht mal peripher tangieren und passen damit prima ins Gesamtbild. Fazit: Im wahrsten Wortsinn kalter Kaffee, zwar nicht gänzlich auf allerunterstem The Asylum-Niveau... aber viel hätte nicht mehr gefehlt!
3/10