iHaveCNit: Kill Switch – Two Worlds Collide (Deutscher Verkaufsstart: 18.8.2017)
Zuletzt habe ich auf der Suche nach weiteren Filmen im „Str8 2 HC“-Bereich den Trailer zu „Kill Switch“ gesehen. Stellenweise dachte ich mir so, das ist ja fast wie bei „Hardcore Henry“ aus dem letzten Jahr, den ich gerne gemocht habe, also her damit. Dan Stevens spielt hier die Hauptrolle und in einer Nebenrolle sehen wir das „Skyfall“-Bondgirl Berenice Marlohe. Herausgekommen ist ein guter, wenn nicht ganz ausgereifter Science-Fiction-Actioner.
Auf der Suche nach neuen Methoden der Energiegewinnung hat eine Firma namens Alterplex experimentell ein Paralleluniversum geschaffen, aus dem durch einen Portalturm unbegrenzte Energie abgezapft wird. Doch das Experiment läuft schief und die Welt steht kurz vor einer destruktiven Überladung. Will Porter hat für Alterplex gearbeitet und durch seine physikalischen und kampferprobten Kenntnisse soll er zum Ausgleich der Energie im Paralleluniversum am Turm eine Redivider-Box anbringen. Dort angekommen muss er feststellen, dass diese Mission mit vielen lebensgefährlichen Widerständen gepflastert ist und sein Handeln konsequente Folgen für eine der beiden Universen haben könnte.
Ich musste nach der Sichtung des Films mal meine alte Review von „Hardcore Henry“ raussuchen. Dort hatte ich erwähnt, dass sich das Gimmick über eine GoPro den kompletten Film über in POV zu zeigen doch über 90 Minuten abnutzt und besser als einzelne Sequenzen innerhalb eines Films funktioniert. Genau das passiert auch hier bei „Kill Switch“. Wir wechseln zwischen Flashbacks, in dem wichtige Stationen und auch die emotionalen Hintergründe von Will Porter gezeigt werden, kurzen Werbespots für die neue Technologie von Alterplex und den POV-Aufnahmen. Das gibt uns einen besseren Einblick in das ganze Geschehen, dass trotz der technologischen Innovation und den Konsequenzen dann doch duch seinen Blau- bzw. Graustich sehr kühl und distanziert rüberkommt. Auch den Wechsel von POV in Flashbacks hätte man eleganter lösen können. Die Effekte sind ganz cool für eine solche Produktion und in der POV werden durch Einblendung diverser UIs auch noch zusätzliche Informationen an die Hand gegeben. An sich ist der Film recht schnörkellos inszeniert. Seine Optik und das klassische Schema: „Bringe Objekt XY von Punkt A zu Punkt B“ erinnert dann auch stark an ein Videospiel in Egoperspektive. Auch ganz witzig fand ich ohne direktes Vorwissen, als der Film an Orten in und um Amsterdam gespielt – und mich somit an meinen 2013er-Urlaub dort erinnert hat.
„Kill Switch – Two Worlds Collide“ - My First Look – 7/10 Punkte.