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Was wird eigentlich aus den Monstern, die in Filmen manche Städte zertrümmern, die die Massen in Panik versetzen und eine Dame zum Schreien bringen? Dieser Frage geht der Kurzfilm von Harry Chaskin nach und in den netto knapp fünf Minuten sieht man ein gealtertes Ungeheuer, das aus der Zeit gefallen ist. Es kommen keine Angebote mehr aus der Filmindustrie, vom Ableben mancher Weggefährten kündet eine Anzeige in der Zeitung und letztlich bleibt das Schwelgen in der eigenen Vergangenheit.

In klassischem Schwarzweiß und sich der Stop-Motion-Technik bedienend ist dies eine klare Reflexion des Inhalts in der Präsentation und gewollt weit weg von der Moderne. Dies greift stimmig ineinander und schafft es, in kurzen Sequenzen die Vergänglichkeit und Erkenntnis darüber einzufangen. Sich noch einmal den eigenen großen Auftritt besehen - und Ende. Begleitet wird dies von einer passenden melancholischen Musik, der Kurzfilm ist durchzogen von Abschied und etwas Wehmut. Eine etwas längere Spielzeit hätte ich gerne mitgenommen, aber auch so ist „Bygone Behemoth“ ein schöner Beitrag, gerade wenn man dem alten Monsterkino zugetan ist. Jede Ära hat ihr Ende, man merkt es manchmal vielleicht gar nicht. Schade eigentlich. Beides.

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