Review

Nach den enttäuschenden „Annabelle“ und „Wolves at the Door“ versucht sich Regisseur John R. Leonetti als Wiederkäuer folgender Filme: „Wishmaster“, „Butterfly Effect“, „Girls Club“ und „Final Destination“, wobei letzt verwendetetes Vorbild noch einigermaßen Spannung generiert.

Der Suizid ihrer Mutter hat Schülerin Claire (Joey King) aus der Bahn geworfen, sie ist Außenseiterin und nicht gerade glücklich, dass ihr Vater (Ryan Phillippe) ständig im Müll nach brauchbaren Gegenständen sucht. Als er dort eine Wunschbox mit chinesischen Schriftzeichen findet und sie Claire überreicht, probiert sie das Teil gedankenlos aus. Der Wunsch geht direkt in Erfüllung, doch die Box fordert einen hohen Preis für die insgesamt sieben Wünsche…

Scheinbar hat noch kein Drehbuchautor „Hexe Schrumpeldei und die Geburtstagshexerei“ gehört, denn dort wünscht sich das Geburtstagskind mit einem Wunsch einfach tausend weitere Wünsche. Claire hingegen geht relativ unüberlegt an die Schatulle heran, - wie es die vermeintliche Zielgruppe in den wilden Jahren möglicherweise auch tun würde.
Denn neben dem üblichen Mobbing und anschließender Veröffentlichung in den Weiten des Internets, gibt es das übliche Love Interest (womit ein Wunsch früh erahnbar ist), den in Wirklichkeit gar nicht peinlichen Vater und nicht zuletzt den Kumpeltypen, der insgeheim mehr möchte.

Immerhin wird die Geschichte ohne unnötige Haken konsequent flott vorgetragen, die Mimen machen ihre Sache ordentlich und einige Ableben fördern ein wenig Suspense zutage. Wobei nicht ansatzweise so clever und blutig vorgegangen wird wie bei den Vorbildern, denn schließlich sollen Teens und keine erfahrenen Horrorfans angesprochen werden.

Ein wenig Humor (bis auf die Sache in einer Badewanne) hätte dem Treiben nicht geschadet und auch der Score bleibt rein gar nicht hängen. Demgegenüber gibt es ein paar sympathische Figuren, die nette Vorstellung von einem Multiversum und einen konsequenten Ausgang mit Cliffhanger. „Wish Upon“ bleibt zwar oberflächlich, bietet allerdings genügend Kurzweil, um anspruchslosen Anforderungen gerecht zu werden.
Knapp
6 von 10

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