Marcus Nispel hat mit Texas Chainsaw Massacre ein würdiges Remake des gleichnamigen Horrorschockers von Tobe Hooper von 1974 abgeliefert. Die Story ist die selbe, fünf Jugendliche werden auf der Durchreise in Texas von einem Menschehaut auf dem Gesicht tragenden, Kettensägen schwingenden Irren verfolgt und der Reihe nach dezimiert. Hier bemerkt man allerdings, dass Leatherface in einer völlig anderen Umgebung auf die Teenies losgelassen wird. Das fällt durch das Haus auf, in dem er lebt (im Original war es so schmutzig und hier ist es ein ganz normales großes Haus). Die Menschenhaut, die er hier trägt, sieht echter aus als im Original. Die Familie sieht hier ebenfalls ziemlich anders aus und hat auch die Charaktere aus Original und erster Fortsetzung (1. Vater, dominat und Oberhaupt im Original, hier, Mutter, 2. Bruder, durchgeknallt und die ganze Zeit lachend im Original, hier, Vater). Jedoch gibt es manche Charaktere, die im Original nicht vorkommt, aber hier. 1. Sohn, welcher kein Kannibale sein will, 2. Sheriff, Bruder, welcher sehr verrückt ist und Menschen wie Dreck behandelt. Aber an dieser Stelle nicht zu viel, da es sich empfiehlt, diesen Film selber anzusehen. Die Filmemacher haben sich bemüht Leatherface einen Charakter zu geben und ihn nicht als nur willenlos mordenden Bösewicht darzustellen. Diese Idee ist aber nur ansatzweise versucht worden, reicht aber auch aus, da sonst die Grundthematik vernachlässigt worden wäre.
Die Machart ist sehr anders von diesem Remake, es wurden nämlich neue Ideen in die TCM- Thematik eingebaut und das ist sehr positiv zu bemerken. Der Gewaltfaktor von dem Remake ist allerdings sehr hoch angesiedelt, das merkt man, wenn man sich diesen Film ansieht (Der Versuch sich von dem Haken loszumachen an dem man hängt durch Anheben des Körpers und es nicht schafft und runterfällt und der Haken im Rücken einen oben hält). Die Schauspieler sind allesamt bekannte Gesichter aus Teenie- TV- Serien, allen voran Jessica Biel. Die Musik ist ganz nett, kann aber ihre Herkunft nicht verläugnen (zusammengemischte Musikthemen aus anderen Horrorklassikern). Die Action ist hier aber das Beste an dem Film, hier verdient der Film ein eindeutiges Plus. Diese 'Leatherface verfolgt Jessica Biel' - Szenen sind sehr gut und unterhalten den Zuschauer sehr gut. Langeweile kommt selten auf, da fast ständig etwas passiert. Warum der Film auch Michael Bay`s Texas Chainsaw Massacre heißt, kann ich nicht ganz nachvollziehen, ich weiß natürlich, dass man es gemacht hat aus Werbezwecken, aber das musste hier absolut nicht sein. Denn eines darf man nicht vergessen, Tobe Hooper hat diese Story erfunden und so beliebt und so gut gemacht und nicht Michael Bay. Dieser scheint sich nämlich darauf ein bisschen auszuruhen, dass der Film nur seinen Namen trägt, obwohl er es nur produziert hat.
Fazit: Marcus Nispel hat ein würdiges und dennoch sehr hartes Remake von Tobe Hoopers Terrorversion gemacht. Terror ist hier zwar keiner enthalten, dafür mehr Effekte und ein Versuch Leatherface als Menschen aussehen zu lassen. Dass man hier sein Gesicht sieht, stört da nur wenig. 8/10 Punkte.