Review

Im Moment gibt es von jedem Film ein Remake, welcher sich damals einen Namen gemacht hat. So hat es auch " Texas Chainsaw Massacre " erwischt von 1974. Da hat sich Produzent Michael Bay einiges vorgenommen, aber das Original kann er meiner Meinung nach nicht toppen. Gut dass er Hilfe von Tobe Hooper und Kim Henkel bekam, welche damals Beide fast im Alleingang das Original kreierten. Als Regisseur wählte man den unbekannten Marcus Nispel, welcher hier ein beachtliches Regiedebut abliefert. Im Kino konnte man große Erfolge feiern, denn TCM gefiel den Zuschauern gut. So gut, dass jetzt gerade " TCM - The Beginning " bei uns in den Kinos läuft.
Story:
Sommer 1973: Erin ( Jessica Biel ) und ihre Freunde machen einen Ausflug durch Texas. Unterwegs nehmen sie eine Anhalterin mit, welche unter Schock steht und sich zu Guter Letzt noch das Gehirn wegpustet. Also verständigt man den Sheriff ( R. Lee Ermey ). Doch dieser beginnt mit den Teenies ein grausames Spiel zu spielen und schließlich landen alle in einem alten, abgelegene Haus, bei der kranken Familie Hewitt und ihrem verunstalteten Sohn Tommy ( Leatherface ), welcher mit seiner riesen Kettensäge Einen nach dem Anderen schlachtet.

Ganz anders als das Original, man entnimmt nur ein paar einzelne Szenen und driftet manchmal ein bisschen zu stark ins Slashergenre ab. Die Atmosphäre ist schick, edel, dreckig, aber auf Hochglanz poliert und die verschiedenen Locations wie der alte Schlachthof, das Haus der Hewitts, oder die Einöde wirken unheimlich, nur das 70er Jahre Feeling kann man damit nicht verbreiten. Den Score lehnt Steve Jablonsky an das Original an, doch die Sounds sind nicht schief und grausam genug, jedoch verfehlen sie ihre Wirkung nicht.
Die Umsetzung letztendlich ist sehr gut geworden und wartet ohne Wackelkamera auf. Recht schnell gerät die kleine Gruppe an die perverse Familie und es beginnt eine einzige Hetzjagd. Der Film bleibt stets hochspannend, nur der Terror ist nicht stark genug ausgeprägt und die sadistischen Spielchen sind lang nicht so intensiv, wie damals bei Hooper. Dafür geht man hier goriger zur Sache, ohne es jemals zu übertreiben. Ein sehr blutiger Kopfschuss, ein Bein wird abgesägt und recht hart wirkt das Aufhängen auf dem Fleischerhaken und ansonsten wartet man noch mit ein paar blutige Szenen auf den Zuschauer. Da man nie richtig draufhält und Manches nur im Off geschieht, konnte man doch eine KJ Freigabe erreichen. Auf jeden Fall ist die letzte Stunde eine einzige Jagd durch verschiedene, gruselige Locations und obwohl man weiss, wie der Film ausgeht, bleibt es spannend und rasant. Auch den pechschwarzen Humor hat man nicht weggelassen, hier punkten vor allem die bösen Sprüche von Ermey.
Die Ausflüge in den Slasher kann man verzeihen, nur die 08/15 Teeniecharaktere sind nervig. Es geht wieder nur um Sex, Drogen und dämliche Sprüche, aber ich fürchte das wird sich nie ändern.
R. Lee Ermey als fieses und sadistisches Familienoberhaupt ist spitze, diese Rolle nimmt man ihm bestens ab und auch die restlichen Darsteller der Familie Hewitt, können punkten. Jessica Biel als Erin geht in Ordnung und die restlichen Darsteller machen ihre Sache auch gut.

Fazit:
Auf Hochglanz poliertes Remake mit kerniger Atmosphäre, einem unheimlichen Score und guten Darstellern. Aber es fehlt der Terror und die Intensität des Originals. Dafür bekommt man Hetzjagden am laufenden Band, ein paar Goreeffekte und Hochspannung serviert. Leider nerven die typischen Teeniecharaktere, aber ansonsten wirklich top. Ein Fest für den Horror und TCM Fan, unbedingt ansehen.

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