Da hatte sich ja Michael Bay so einiges vorgenommen, einen der größten Klassiker des Horrorfilms neu zu verfilmen, der sich, nebenbei mal so erwähnt einen festen Platz im berühmten Museum of Modern Art gesichert hat.Trotz meiner Abneigung gegen ihn als Reg. Oder Produzent, bin ich dann doch mal über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mir den Streifen zu Gemüte geführt. Am Anfang war er erstaunlicher Weise gar nicht mal so schlecht, die Idee dass sich die Anhalterin die Rübe wegschießt war gut gemacht, insbesondere die Kamerafahrt durch das Einschussloch, aber da hören die positiven Aspekte des Films auch schon auf. Hatte man beim Original von Hooper noch Mitleid mit den Akteuren, hat mitgezittert und gelitten, wünscht man sich bei der Bay- Verfilmung, dass Leatherface die Kettensäge doch bitte etwas schneller schwingen könnte um diesem deletantischen Treiben ein Ende zu setzen. Die Darsteller stellen sich dermaßen dämlich an, dass man enorme Sympathie für das gute alte Ledergesicht und insbesondere für sein „Lieblingspielzeug“ gewinnt.Ein großer Fehler bei der Bay- Verfilmung ist, dem Wahnsinn ein Gesicht zu geben. Man sieht diesen entstellten Menschen und empfindet sogar Mitleid aufgrund seines Aussehens. Bei Hooper gab man dem Terror, der urplötzlich auf die Gruppe einbrach, nichts wirklich menschliches mit auf den Weg, er war halt „nur“ ein Psychopath mit einer sehr ausgeprägten Laune alles zu zerstückeln, was ihm so vor seine Säge kam, und ich glaube, dass genau das bei dem Film von 1974 einen so verstörenden Eindruck hinterlässt. Alles in allem ist „Michael Bay`s Texas Chainsaw Massacre“ ein halbwegs unterhaltsamer Streifen, der jedoch nichts (wirklich gar nichts) mit dem Original gemeinsam hat.