Review
von TurnOut
Hollywood und seine Remakes. Einige Gut, andere Schlecht. Nun auch mal ein Remake zu einem Klassiker des Terrorkinos. In Szene gesetzt durch Markus Nispel.
Story: Sommer 1973: eine Gruppe junger Leute ist im VW-Bus über die staubigen Straßen von Texas unterwegs. Die Stimmung ist ausgelassen. Plötzlich erscheint wie aus dem Nichts eine Frau auf der Landstraße und wird fast von dem Bus erfasst. Sie scheint verwirrt zu sein, redet unverständlich und von Todesangst gezeichnet vor sich hin. Widerwillig lässt sie sich von der Gruppe mitnehmen, doch als die Fahrt sie scheinbar an den Ort des Horrors zurückbringt, dreht sie völlig durch.
Auf der Suche nach Hilfe stößt die Clique in einer kleinen, abgelegenen Stadt auf deren bizarre Einwohner. Die Tankstellenwirtin, der Polizist und der alte Mann im Rollstuhl scheinen etwas Schreckliches zu verbergen.
Unter mysteriösen Umständen verschwinden nach und nach die ersten Freunde, die Gruppe wird auseinander gerissen. Und dann hören die Übriggebliebenen zum ersten Mal das Geräusch einer Motorsäge ...
Kritik: Michael Bay, einer der Meister des Actionkinos wagt sich jetzt mit seiner eigens gegründeten Firma "Platinum Dunes" daran Kultschocker zu remaken. Den Startschuss übernimmt Tobe Hooper's "The Texas Chainsaw Massacre" oder auch "Blutgericht in Texas" genannt. Das die meisten skeptisch an dieses Machwerk gehen, wundert nicht, da sich das Original unter den Genrefans zu einem Meilenstein etablierte.
Ich bin mit niedrigen Erwartungen an dieses Filmchen heran gegangen, und kann mit besten Gewissen sagen: ich wurde überrascht!
Der Regieneuling Markus Nispel durfte Bay's Remake auf Film bannen, und geht behutsam mit graphischen Bildern vor. Doch alles wirkt sehr profisionell - nichts schlechtes, aber die dreckige Atmosphäre des Klassikers fehlt hier.
Nicht das der Film keine dreckige, spannende Atmosphäre hätte, aber man könnte den Film trotzdem eher als "Sauberfilmchen" einordnen.
Trotzdem würde ich diesen Film als Terrorfilm bezeichnen. Sicherlich mindern die bekannten Stars das ganze ( weit vorn Jessica Biel; ein schönes Eyecandy ), aber wenn Leatherface seine Kettensäge anschmeißt, ist man richtig gebannt auf das Geschehen.
Hinzufügend muss man erwähnen, dass der Hewitt-Klan herrlich krank verkörpert und krank gespielt wird. Voran, R. Lee Ermey der den psychopatischen Sheriff ausgezeichnet mimt.
Fazit: Das ist es nun - Bay's Remake des Kultschockers. Aktzeptaples Terrorkino mit Spannung und schockierenden Bildern inszeniert.
8 von 10 Punkten