Wer hätte gedacht, dass uns Marcus Nispel und (zumindest in den USA) das Jahr 2003 einen derartig hervorragenden Horrorfilm bescheren würden?
"Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre" ist ohne Zweifel einer der besten Horrorfilme, den ich seit langem gesehen habe und gleichzeitig auch einer der beste Teile der Kettensägen-Saga um Leatherface und seine debile Familie. Das fängt schon bei den Darstellern an. Die Darsteller der fünf Jugendlichen vermögen durch und durch zu überzeugen (ganz im Gegensatz zu so vielen anderen Horrorfilmen mit Teenagern als Protaginisten). So geht einem das Schicksal der Jugendlichen richtig nahe, da man richtig mit ihnen mitfiebert. Der dunkle Lockenkopf, der vom Sheriff im Wagen geradezu gequält wird den Tod der Anhalterin bis ins kleinste Detail nachzustellen, ist für den Zuschauer eine wahre Tortur. Ganz besonderes Lob gilt aber auch den durch und durch hervorragenden Darstellerleistungen der debilen Familie, bei der wirklich sämtlich Darsteller mit größtem Fingerspitzengefühl ausgewählt wurden. Alle passen perfekt zusammen. Besonders der Sheriff ist neben Leatherface der ultimative Sadist.
Wen am (meiner Meinung nach auch relativ gut gelungenen) Vorgänger "Texas Chainsaw Massacre - Die Rückkehr" die fehlenden Blutszenen störten, der kommt hier nun wieder voll auf seine Kosten. Die Masken und Effekte sind schlichtweg genial (und stellenweise sehr blutig und sadistisch). Auch darf man Leatherface zum ersten Mal ohne (!) Maske sehen.
In "Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre" hat man endlich mal wieder einen beinharten und bierernsten Horrorfilm vorliegen, der durch viele neue Handlungsstränge nie langweilig wird und vor nervenzerrender Spannung nur zu strotzt.