Achtung, dieses Review enthält Spoiler!!!!!
Michael Bay stand für mich eigentlich immer für einen guten, kurzweiligen Actionfilm, der brutal, schnell geschnitten und ziemlich laut ist. Umso mehr war ich überrascht, als ich seinen Namen auf dem Plakat des Texas Chainsaw Massacres las.
Was war ich damals beeindruckt, als ich das Original sah. Kein anderer Film hat es so gut verstanden zu schocken und zwar mit recht einfachen Mitteln. Diese Atmosphäre kann das Remake allerdings nicht fortsetzen, denn hier geht so ziemlich alles, was man im Original richtig gemacht hat falsch. Okay, die Charaktere nervten schon im Original, aber was hier im Remake abgeht ist ja wohl der Hammer schlechthin. Ich hab mir noch nie so sehr gewünscht, dass alle (guten) Darsteller draufgehen. Am Anfang dachte ich einfach nur, dass Leatherface so schnell wie möglich auftauchen sollte und alle abmurkst.
Mir waren die Hauptprotagonisten schon am Anfang unsympathisch, als sie mit ihrem Bus durchs Land fuhren und die Anhalterin mitnahmen. Natürlich, wie im Original kommt es zu Problemen mit der Anhalterin. Sie erschießt sich und alle sind vollkommen geschockt, was allerdings so langweilig gespielt wird, dass ich im Kino fast eingeschlafen wäre. Und als sie dann zum Haus der Familie kommen, hab ich mich nur gefragt was das nun wieder soll. Im Original war das Haus doch richtig verwüstet, sah abscheulich aus und was bekommt man hier geboten? Eine Villa ist das im Vergleich zum ersten Teil, bei der man einfach jedes Gefühl von Angst verliert.
Am dümmsten fand ich den Sheriff, der mir irgendwie mächtig auf die Nerven ging mit seinen neunmal klugen Sprichwörtern. Einen schlechteren Darsteller hätte man sich auch nicht aussuchen können.
Und dann erst die Verfolgungsjagd zwischen Leatherface und Jessica Biel am Ende durch die Fleischfabrik. Das war wirklich ätzend.
Aber nun Schluss mit allem negativen. Denn der Film hat auch gute Seiten. Hier wird endlich mal wieder ein bisschen härter gesplattert, was beim Original zwar nicht fehlte, aber bei diesem Film passte es irgendwie. Weiters sieht Leatherface schon ziemlich angsteinflössend aus, wenn man ihn sieht, was aber leider wie gesagt durch seine Gegenspieler ein bisschen zerstört wird.
Und das Beste an dem Film sind die zwei Schwarz-Weiß-Sequenzen am Anfang und am Ende des Films. Das hatte irgendwas. Hätte man ruhig mehr einbauen können. Und natürlich Jessica Biel nicht zu vergessen. ihre schauspielerische Leistung war zwar miserabel, aber einen Wet-T-Shirt-Contest würde sie jederzeit gewinnen. *g*
Fazit:
Alles in allem ein durchschnittliches Remake, das eigentlich keiner so wirklich braucht, Fans des Originals sollten vielleicht einen Blick riskieren......