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Nachdem Kim Henkel so kläglich versagt hatte, holten sich New Line Cinema die Rechte an "Texas Chainsaw Massacre" zurück und es war genau 29 Jahre nachdem Original als Michael Bay verkündete ein Remake von "Blutgericht in Texas" unter der Regie von Regieneuling Marcus Nispel drehen zu wollen und so begann ein langer Prozess zwischen Hass und Freude der Horror-Community...

Erin, Morgan, Pepper, Andy und Kemper sind mit ihrem Van auf der Reise durch Texas, ihr Ziel ist ein Konzert. Auf halben Wege gabeln sie ein verstörtes Mädchen auf, welches sich im Auto selbst einen Revolver in den Mund legt und sich selbst erschießt. Die Truppe ist entsetzt und macht sich auf der Suche nach Hilfe. Als der Scheriff auftaucht, scheint der Alptraum vorbei zu sein, doch dann entdecken Erin und Kemper ein altes Farmhaus und in diesem wartet nicht nur ein freundlicher Rollstuhlfahrer, sondern auch noch der kettensägenschwingende "Leatherface"...

Regisseur Marcus Nispel war nur durch Musikvideos bekannt geworden und war ein recht guter Freund von Action-Regisseur Michael Bay. Als Michael Bay die Chance erhielt TCM remaken zu können, überließ er den Registuhl freiwillig den recht unerfahrenen Marcus Nispel. Dieser sah sich eienr fast unlösbaren Aufgabe gegenüber, er sollte das Remake eines der größten Horrorklassiker aller Zeiten drehen und er stieß bei den Horrorfans nur auf Verachtung und Hass. Er zog sein Ding durch und landete damit einen wahren Treffer, der Film wurde ein gigantischer Erfolg udn die meisten Horrorfans mochten plötzlich Marcus Nispel, weil er durch seinen eigenen Stil genau den Nerv düsterer Horrorfilme traf und heute ein sehr gefragter Mann ist.

Nispel konzentrierte sich zu aller erst darauf seinen Film nicht zu sauber wirken zu lassen. So setzte er ab udn zu absichtliche Rauschfilter ins Bild um so den Film dreckiger udn bösartiger wirken zu lassen, ein weiteres Stilmittel waren unzählige Farbfilter um die gesamte Gegend von Texas in ein bedrohliches und scheinbar nicht irdisches Licht zu tauchen. Nispel setzte in sein Remake auch einige Splatterszenen hinein, allerdings sah er keinen großen Sin ndarin diese unnötig auszuschlachten und hielt mit der kamera nur solange drauf, wie er es für nötig hielt. So kamen die Brutalitäten überraschend und schockten umso mehr, weil Marcus Nispel ein wirklich sehr cleveres Händchen für Suspense zu besitzen scheint.

Bei den Schauspielern besaß die Produktion genauso ein glückliches Händchen wie beim Regisseur. Die Schauspieler machen alle ihre Sache verdammt gut und ich empfand niemanden von ihnen als störend. Besonders die Schauspieler der 5 Teenies sind sehr gut, man fühlt mit den Charakteren regelrecht mit und man gönnt ihnen wirklich, dass sie diesen Alptraum überleben. Aber wer das Original kennt, weiss ja schon wie die Geschichte enden wird. Jessica Biel als Erin sieht nicht nur Hammer aus, sondern schafft es auch die meisten Symphatien auf sich zu lenken. Der Scheriff ist ein wirklich böser Arsch und "Leatherface" wirkt bedrohlicher als noch im Original und wird von seinem Schauspieler perfekt verkörpert.

Marcus Nispel´s Film setzt ebenso wie das Original auf Entsetzen und den puren Terror. Zwar gibt es hier nicht mehr solche krassen Terrorszenen wie im Original, dafür hat der Film allerdings einige Folterszenen mehr zu bieten, Szenen von denen man 1974 noch geträumt hat. Da wird mal ein Junge gezwungen einen Revolver in den Mund zu nehmen, oder es wird einem das Bein abgesägt, die Wunde mit Salz beschmiert und dann das Opfer noch an einem Fleischerhaken aufgehangen. Diese Szenen sind äußerst brutal und benötigen starke Nerven. Auch im Punkto Splatter gibt es hier einige Nettigkeiten. Da wird einem ne Axt in den Rücken gerammt, einem das Bein abgesägt oder einem sogar ein Arm mit einem Hackebeil abgehackt. Fans von Filmen der blutigen Sorte kommen hier auf alle Fälle voll auf ihre Kosten. Und haltet alle auch mal Ausschau nach "Leatherface´s" Gesicht.

Als dieses Remake angekündigt wurde, dachte jeder das es voll der Schrott werden würde. Ich wurde von diesem Remake wirklich sehr positiv überrascht und muss mittlerweile sagen das es mir sogar ein ganz klein wenig besser gefällt als das Original. Zum einen wäre da die logischere Handlung, dann noch die besseren Effekte und halt ein "Leatherface" wie ich ihn mir schon immer vorgestellt hatte. Dieser Film ist atmosphärisch absolut top und verdammt blutig, erstklassiges Remake eines schier unerreichbaren Horrorklassikers. Film : 10/10

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