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Die Reporterin Ji-Wan hat einen Sexskandal aufgedeckt, was zur Folge hat dass sie mit Anrufen und e-Mails terrorisiert wird. Deswegen rät man ihr, für eine Weile unterzutauchen und die Telefonnummer zu wechseln. Ji zieht in das leerstehende Haus ihrer Freundin Ho-Jeong, wechselt ihre Nummer...doch der Telefonterror hört nicht auf. Doch die neuen Anrufe und Mails sind irgendwie anders...

Ji forscht nach und findet heraus, dass alle "Vorbesitzer" ihrer neuen Nummer (6644) unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen. Als schließlich die Tochter ihrer Freundin einen der Anrufe entgegen nimmt, beginnt sie sich zu verändern, entwickelt eine ungesund tiefe Zuneigung zu ihrem Vater und eine beängstigende Abneigung gegen ihre Mutter. Ji versucht hinter das düstere Geheimnis der Nummer 6644 zu kommen...

Wieder mal was nettes aus Korea. Dieser Grusler orientiert sich ansatzweise an Vorbildern wie Ring oder auch Dark Water, beschreitet jedoch auch eigene Wege. So wird der Zuschauer in der ersten Hälfte noch etwas aufs Glatteis geführt mit einem Handlungsstrang, der mit der Auflösung nichts mehr zu tun hat. Die zweite Hälfte zieht in meinen Augen dann auch besser, da sich hier nach und nach die Wahrheit offenbart und in Rückblenden die Puzzlestücke zusammengefügt werden. Da gibt es dann auch ein paar nette Twists.

Phone kommt gänzlich ohne Blut aus (naja, fast), es wird mehr Wert auf Spannung und Schocks gelegt, wobei die meisten Zuck-Szenen ganz gut funktionieren. Die Schauspieler sind auch recht gut, vor allem die beiden Hauptdarstellerinnen machen ihren Job gut. Ausserdem ist das Mädchen in der Rolle der Tochter erschreckend beeindruckend. Ansonsten ist der Film routiniert gemacht (wenn auch teils recht konventionell). Nur wirken einige Szenenübergänge etwas sprunghaft, das stört den Handlungsfluss IMO etwas und hinterlässt einen etwas fragmentarischen Eindruck. Dennoch funktioniert der Streifen recht gut.

Wer gern Asia-Grusler schaut, der sollte sich Phone ruhig mal ansehen. Sicherlich kein Meilenstein, aber solide Kost. Und nach dem Film weiss man, wie sehr Handys nerven...

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