Korea auf japanischen Spuren
Dass auch K-Grusel eine gute Portion des damaligen Asiahypes im Horrorgenre ausmachen konnte, beweist „The Phone“, in dem ein Anruf ein kleines Mädchen verstört und verändert, was ihre Mutter, die indirekt für das Ganze verantwortlich sein könnte, verzweifeln lässt…
Der Crazy Frog hätte das verhindert!
Am Anfang wirkt „The Phone“ super generisch, sich überschlagend und sehr sprunghaft, doch spätestens ab der Hälfte hat er sich längst gefangen und liefert verlässlichen Asiagrusel. Mal wieder verfluchte Technik. Hier jedoch mit einem gewissen, fast schon westlichen Kniff. Zum Glück kein reiner „One Missed Call“-Verschnitt, wobei er eh älter ist als Miikes Film. Familiär und vielleicht durch seine südkoreanische Herkunft doch mit spezielleren Vibes. Filme wie „Dark Water“ oder „The Eye“ (die Originale, versteht sich!) finde ich dennoch deutlich kompakter, atmosphärischer und konzentrierter. Aber wie gesagt, mit der Zeit findet „The Phone“ in seinen Tritt. Und der kann ganz schön weh tun und schmerzen - psychisch wie physisch, besonders als Eltern… Und die Performance der Kleinen ist Gruselgold wert!
„Orphan“ kriegt Prankanrufe
Fazit: Nicht erste Klasse im Asiahorrorregal. Keine komplett füllende Mahlzeit. Einige Klischees und Lächerlichkeiten sind dabei. Aber für Fans dieser Gruselgeschmacksrichtung dennoch einigermaßen schmackhaft.