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Nach den erschütternden Ereignissen von Pearl Harbor startet die US Air Force eine Reihe von Luftangriffen auf Tokio. Jack Turner ist einer der amerikanischen Piloten, doch seine Mission nimmt eine schicksalhafte Wendung, als er im chinesischen Dschungel notlanden muss. Schwerverletzt findet ihn die junge Witwe Ying und versteckt ihn in ihrem Haus vor den Japanern, die bereits auf der Suche nach dem abgestürzten Amerikaner sind. Während sie Jack gesund pflegt, entwickeln die beiden Gefühle füreinander. Doch die Lage spitzt sich weiter zu und Ying muss alles riskieren, um Jack zu schützen.

Insbesondere der vorletzte Satz bringt es auf den Punkt. Im letzten Teil des Streifens ist diese Gefühlsentwicklung ein wenig arg ausführlich dargestellt, was dem Film an Tempo nimmt, von dem er eh nicht viel hat.

Nun ist natürlich Regisseur Bille August auch nicht unbedingt dafür bekannt, reißerische Action in seine Filmen einzubauen, man denke nur an den grandiosen FRÄULEIN SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE. Doch da war das Genre eben auch ein komplett anderes.

Ansonsten hat man nicht viel falsch gemacht. Die Geschichte ist recht glaubwürdig erzählt und August schlägt sich auch nicht auf irgend eine Seite, sondern sieht das ganze eher aus neutraler Sicht, wobei die Japaner ein wenig schlechter wegkommen.

Emile Hirsch hat zwar ne blöde Frisur, verkörpert seine Rolle aber gut. Auch das sehr zurückhaltende Spiel seiner Mitstreiterin Yifei Liu (die wohl in irgend einem Disneystreifen groß aufgetrumpft hat) ist durchaus eindringlich.

Insgesamt aber finde ich, dass die Geschichte sich über 90 Minuten trotzdem etwas zieht, weil eben nur wenig passiert. Allerdings muss ich dem Streifen neben seiner schönen Optik auch einen äußerst gelungenen Schluss zubilligen Die Idee ist wirklich gelungen und auch schon erzählt.

Stilles, an manchen Stellen fast zu ruhiges Drama mit guten Darstellern. De Thematik muss man allerdings mögen.

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