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Eric Brogar ist ein Athlet der absoluten Spitzenklasse. Zusammen mit seinem Team steht er bei den olympischen Spielen in Seoul vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Aber die Methoden und die Weltanschauung seines Trainers führen zu immer extremeren Auseinandersetzungen. Eric setzt sich von der Mannschaft ab: Er will aussteigen - ein neues Leben beginnen. Doch die Rechnung geht nicht auf, denn sein Ex-Coach hat jetzt nur ein Ziel: er will Erics Kopf. Nach einer Jagd um den halben Globus stehen sich beide Rivalen schließlich gegenüber. In dem gnadenlosen Finale kann es nur einen geben.

Filme die den moderenen Fünfkampf und einen DDR Sportler im Zentrum haben gibt es ja nun nicht gerade wie Sand am Meer. Zumindest kennt sich der Schwede Dolph Lungren seit Rocky IV in der Rolle eines osteuropäischen Sportlers ja noch bestens aus. Serienfreunde dürfen sich zudem auf Hutchinson aus Starsky & Hutch und dem Hubschrauberpiloten aus Magnum freuen, allerdings wirkt der Film so auch wie ein typischer Fernsehfilm mit allen seinen Defiziten.
das geht schon damit los, das man von Herrn Lundgren ja nun eher die Actionschiene gewohnt ist, hier aber zumindest in den ersten beiden Dritteln fast ein reines Sportdrama serviert bekommt. Ist aber auch gemein, da gewinnt uns Eric in Seoul 1988 die Goldmedaille, flieht aufwendig in den Westen und dann kommt ein Jahr später die Wiedervereinigung. Ergebnis, bester Kumpel bei Flucht erschossen, Vater von Ex-Trainer und Stasimitarbeiter ermordet und er selbst als versoffenes Wrack in der Bulettenbude auf Selbstmitleidstournee. Nee, Action und Tempo sind Sache des Films nicht.
Zumindest aber aus Trash Sicht fängt es an fast wieder lustig zu werden. So gründen dieselben Stasi Leute und Funktionäre nach der Wende ihre hauseigene Naziterrororganisation (Nazi, Stasi klingt doch eh fast gleich und das ist nicht das einzige deutsche Klischee, was sehr fragwürdig dargeboten wird). Die wollen in den USA irgendeinen Botschafter wegbomben und wenn man schonmal da ist auch noch den Fahnenflüchtling umnieten. Spätestens als einer der Schergen zur Ablenkung mit seinem Ghettoblaster zu deutscher HipHop-Mucke sich einen Wolf tanzt, kann man die Nummer kaum noch ernst nehmen.
Aber selbst dies als Showdown wurde recht lahm inszeniert. So richtig austeilen darf der schwedische Hüne zu keinem Zeitpunkt. Entweder ist er verwirrt über seine seltsame Synchronisation, oder er sagt sich, das sich die Bad Guys auch allein zum Trottel machen, was sie natürlich dann auch prompt tun. Pentathlon ist zwar sicher spannender als das Auszählen der DDR-Wahlergebnisse, bietet aber dennoch nur biedere Unterhaltung, den abseits eines Lundgren Fanclubs niemand wirklich braucht.
3,5/10

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