Bei allen Schwächen ein wider Erwarten doch recht runder Film, nicht ganz so interessant wie der erste, aber besser als der zweite Teil der Trilogie.
Die Effekte sind natürlich erstklassig, allerdings bemerkt man schon eine gewisse Selbstverliebtheit. So nimmt der Film sich in emotionalen Szenen sehr viel Zeit, die bei „menschlichen“ Darstellern als deutlich überstrapaziert gelten würden. Aber so sehr ist man es dann noch nicht gewohnt, einen Film mit hauptsächlich (!) real animierten Figuren zu sehen als dass man diese Sequenzen nicht ausstellen müsste.
Weitaus spannender als die mittlerweile als gegeben akzeptierte CGI- und Motion Capturing-Kunst ist jedoch die Verwendung unterschiedlicher Genremotive im Film – vom Kriegsfilm über den Western (mit Anleihen an THE SEARCHERS) bis zum POW Escape-Drama reicht der Mix. Das macht den Film deutlich vielseitiger als der Trailer vermuten lässt.
Highlight des Films ist erstaunlicherweise sein "Comic Relief": Der von Steve Zahn gespielte "Bad Ape" ist der echteste aller Affen und erinnert lustigerweise an "Ronny's Popshow" aus den 80ern. Wenn die Autoren (oder Produzenten) nun noch ihrem Publikum etwas mehr zutrauen würden und nicht jede Entwicklung zerreden lassen müssten und wenn die Regie sich stärker auf das visuelle Erzählen fokussieren würde, dann, ja dann gäbe es noch etwas Hoffnung in Hollywood.