Viele Horrorfilme habe ich mittlerweile gesehen, der erste Teil von Dämonen aber kam mir bislang nicht in die Finger und bisher hatte ich mich auch nicht aktiv darum gekümmert. Nun war es eben so weit und mit großen Erwartungen schob ich die DVD rein um dann eine kleine bis mittlere Enttäuschung zu erleben.
Erstmal jedoch ist der Film historisches Anschauungsmaterial. Irgendwie hatte ich die 80er Jahr gar nicht so in Erinnerung. Die Geschichte selbst ist nicht großartig – auf einer dubiosen Filmpremiere im Berliner Metropolkino verletzt sich ein Gast an einer ausgestellten Dämonenmaske. Interessanterweise passiert im Film, der im Kino im Film läuft, genau das gleiche und während im Film im Film der Verletzte sich in einen Dämon verwandelt, geschieht im Kino genau das gleiche. Schon bald infiziert der Dämon weitere Zuschauer und ab geht die Post. Und immer wenn die Post richtig abgeht, dann ist der Film am allerbesten, denn dann wird schön in die Oldschool-Trickkiste gegriffen und Gore gibt es jede Menge. Schockierend ist das keineswegs, aber unterhaltsam auf alle Fälle. Der Soundtrack von 80er Metal Bands wie Moetley Crue, Iron Maiden und Accept tut sein übriges zur spaßigen Atmosphäre.
Aber wenn es ruhiger wird, wenn die übrig gebliebenen Gäste überlegen, wie sie aus dem Kino wieder rauskommen, dann wird es zum Teil langweilig. Das liegt vor allem daran, dass in solchen Szenen die humorvolle Atmosphäre der Spannung eher abträglich ist. Ein bisschen düsterer könnte das alles schon sein. Da freut man sich doch schon wieder auf den nächsten Zombie oder einen Spielzeughubschrauber, der durch das Kinodach stürzt. Um auf ganzer Länge zu unterhalten fehlt dem Film das gewisse Etwas. 6,5/10 Punkten