DMit „Demoni“ schuf Lamberto Bava, der Sohn des Meisterregisseurs Mario Bava, seinen vielleicht besten Horrorfilm. Mit der Hilfe von Dario Argento entstand ein sehr unterhaltsamer italienischer Horrorfilm.
Die zwei Freundinnen Cheryl und Kathy bekommen in einer Berliner U-Bahn Station von einem Unbekannten Freikarten für das örtliche Kino. Da man eh nichts zu tun hat, beschließt man sich, sich doch einfach einen Film anzuschauen. Im Kinofoyer begegnen sie George und Ken, und man beschleißt, sich zu viert einen Film anzuschauen. Zur gleichen Zeit betreten auch sei Prostituierte und ihr Zuhälter das Kino, ebenfalls mit Freikarten ausgestattet. Eine der Prostituierten setzt eine Maske auf, die als Dekoration im Foyer hängt und schneidet sich dabei. Im Kino selber wird ein Film über Jugendliche gezeigt, die zu Dämonen notieren. Die Prostituierte, die sich mit der Maske geschnitten hat, geht kurz auf die Toilette und verwandelt sich dort in einen Dämon. Von da an ist das Kino eine Falle und immer mehr Menschen im Kino werden zu Dämonen und die restlichen Menschen kämpfen ums Überleben...
„Demoni“ ist ein waschechter italienischer Horrorfilm, wie man sich ihn nur wünschen kann.
Kurioserweise spielt der Film in Berlin, warum auch immer. Dies erkennt man nur an den wenigen Außenaufnehmen, der große Teil des Film spielt natürlich im Kino.
Große Darsteller hat man für den Film nicht verwendet, die hätten auch nur gestört, bieten sie doch so ein herrliches Kanonenfutter. Und die werden auch gebraucht.
„Demoni“ bietet eine unglaublich große Anzahl von Effekten, der Film ist sehr brutal und da verwundert es kaum, dass „Demoni“ bei uns dann sehr schnell beschlagnahmt wurde. F/X-Guru Sergio Stivaletti hat hier wirklich einige sensationelle Effekte geschaffen, besonders die Verwandlung der ersten Prostituierten in einen Dämon ist einfach nur Klasse. Da fallen die ursprünglichen Zähne aus, weil sie durch die Dämonenhauer zur Seite geschoben werden. Doch auch die restlichen Effekte, damals natürlich noch alles selber gemacht, an einen PC war damals noch nicht zu denken. Gerade deshalb sehen die Effekte klasse aus und sind höllisch blutig. Genau so was erwartet man von einem italienischen Film.
Der Film hat nicht nur Dario Argento in der Hinterhand, auch Argentos Tochter Fiore ist dabei und auch der italienische Regisseur Michele Soavi ist in zwei kleinen Rollen zu sehen.
Musiktechnisch setzt Bava zu aller Überraschung auf Musik von Mörtley Crue und Billy Idol. Dies mag auf den ersten Weg etwas überraschen, klingt aber im Film wirklich gut. Aber natürlich gibt es auch Musikstücke von Claudio Simonetti, einer der Frontmänner der italienischen Band Goblin.
So liefert „Demoni“ alles, was sich der Fan italienischer Fan wünscht. Unbekannte Schauspieler, viele und harte Effekte, ein guter Score, fertig ist der italienische Dämonenfilm.
Fazit: Für mich ist „Demoni“ der beste Film von Lambero Bava. Der hat zwar nicht wirklich das Talent seines Vaters, aber sich mit „Demoni“ doch fast selber übertroffen. Eine schier nicht endende Anzahl von Effekten durchflutet den ersten Dämonenfilm und machen ihn zu einem must-see für alle Fans dieses Genre.