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Überraschend guter und blutrünstiger Film von Lamberto Bava, dessen Vater Mario auch schon Regisseur war. Bava schrieb auch das Drehbuch und bekam tatkräftige Unterstützung von Meisterregisseur Dario Argento, welche gleichzeitig ausführender Produzent ist. In Deutschland kam der Splatterer nie in die Kinos, das leicht gekürzte Tape von New Vision wurde kurz nach der Veröffentlichung beschlagnahmt. Knapp ein Jahr später folgte das Sequel.

In Berlin steht die Neueröffnung des Kinos "Metropol" an. Daher gibt es eine kostenlose Sneak Preview. Auch Cheryl (Natasha Hovey) kommt an zwei Karten und lädt noch ihre Freundin ein. Das Kino wurde festlich hergerichtet, vor den Sälen prangt ein Motorrad samt Schwert und wertvoller Maske. An dieser Maske schneidet sich die Prostituierte Rosemary (Garetta Giancarlo) und verwandelt sich kurze Zeit später in eine blutgierige Bestie. Dämonen haben von ihr Besitz ergriffen und Rosemary fängt an Einen nach dem Anderen abzuschlachen. Auch die Opfer sind nun von Dämonen besessen. Man jagt sich durch das große Kino und die Ausgänge sind versperrt.

Hier wird kräftig gesplattert, tolle Goreeffekte mit inbegriffen. Augen ausdrücken, Kehle aufreissen, Gliedmaßen abhacken, Bäuche aufschlitzen steht hier auf der Tagesordnung. Und das Schöne ist, man muss sich nur eine gute Viertelstunde gedulden bis der blutige Spass losgeht. Wie immer kommt der Spuk durch die Hintertür, erst holen sich die Dämonen Rosemary, sie beginnt zu morden und steckt damit immer mehr Leute an. Später gibt es nur noch wenige Überlebende und das Kino ist zur tödlichen Falle geworden. Die Ausgänge sind auf einmal versperrt, man versucht sich in einem Saal zu verbarrikadieren, aber zwecklos, irgendwann erwischt es Jeden. Das Make up und die Maske der Besessenen ist wirklich tolle geworden, richtig gruselig. Die Haut darf aufplatzen, die Augen werden glubschig, es bilden sich Krallen und den Viechern läuft grüner Schleim aus dem Mund. Nur den Schlussgag hat man eiskalt von Romero geklaut, oder sollte es eine Huldigung sein ?

Was mich wirklich stört ist das Warum ? Man erfährt nur sehr wenig, auch was die Maske angeht, oder wer ist der Typ mit der Halbmaske ? Man macht sich hier Mühe ein neues Kino aufzubauen, nur um ein paar Menschen zu schlachten. Die Story hat starken Verbesserungsbedarf und enttäuscht mit vielen offenen Fragen. Bava und Argento´s Drehbuch besitzt keinerlei Hänger und hat Tempo, doch viel eingefallen ist den Beiden nicht. Dafür stimmt das 80er Jahre Flair. Untermalt wird der Film von einer rockigen Mucke, unter anderem auch Billy Idol. Die Kinokulisse stellt immerhin mal eine Abwechslung zu den sonstigen Schausplätzen dar und hat einige dunkle Ecken, in denen die Dämonen ihren Opfer auflauern können. Richtig spannende Momente gibt es eher selten, aber gruseln kann man sich hier allemal, zudem bietet "Dance of the Demons" Atmosphäre und auch die Darsteller bewegen sich auf einem ordentlichen Niveau.

Amüsanter, zugleich gruseliger Splatterfilm mit vielen Bluteinlagen. Make up, Maske und F/X sind spitze, die Story leider das krasse Gegenteil. Der Gorefan muss hier hereinschauen.

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