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Ein mysteriöser Typ mit Maske verteilt in der Berliner U-Bahn Freikarten für einen neuen Horror-Film. Abends im Kino verwandelt sich dann ein Girl in´nen Dämon und fängt an rumzumetzeln. Und da jeder von´nem Dämon Verletzte wiederum auch zum Dämon wird, wird das Kino binnen kürzestester Zeit zum Schlachthaus. Was das ganze soll? Keine Ahnung! An die Story sollte man also keine großen Ansprüche stellen, aber auch die Tatsache, dass die Berliner so typisch deutsche Namen wie George und Sheryl tragen, zeigt uns, dass Drehbuchautor Sacchetti mal wieder rumgeschlampt hat. Da ist es natürlich erstaunlich, aber um so erfreulicher, wie Regisseur Bava jr. auf einer solch dürftigen Grundlage einen dermaßen unterhaltsamen Film gemacht hat. Zunächst ist "Dämonen 2" auf einem handwerklich durchweg so hohem Niveau (besonders der stimmungsvolle Lichteinsatz sei hier erwähnt), dass das ganze zu keinem Zeitpunkt trashig wirkt und der, der es nicht besser weiss, schon glauben könnte, vor ´ner Ami-Produktion zu sitzen. Desweiteren wird hier ein ordentliches Tempo an den Tag gelegt, so dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile auftritt. Und letztlich - was ja so ziemlich das wichtigste ist - steuerte Sergio Stivaletti einen ganzen Arsch voll deftig kruder FX bei. Insbesondere die Szene, in der George mit´nem Motorrad durch´s Kino düst und zahllose Dämonen mit´nem Schwert verhackstücht, sticht hier hervor und nimmt schon Elemente der folgenden Jackson-Granaten vorweg. Nun ja, insgesamt kann "Dämonen 2" aufgrund der doch allzu unglaubwürdigen Story (man denke nur mal an das Finale mit dem Heli!) nicht als der Meilenstein angesehen werden, als der er gerne hingestellt wird, aber aufgrund der flotten und für´s Genre überdurchschnittlich guten Inszenierung sowie den grandiosen FX wird sich hier dennoch nahezu jeder geneigte Splatter-Fan perfekt unterhalten fühlen.

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