Der Film porträtiert die Reise eines Mannes auf der Suche nach seiner Vergangenheit und sich selbst. Sein Weg ist gesäumt von allerhand erotischen Zwischenerfahrungen.
Fragmentarisches Roadmovie oder Erotischer Kunstfilm? Handlung findet eher nicht statt. Das ganze Werk ist eine einzige Abfolge sehenswerter Standbilder und erotischer Eskapaden. Pornografisch findet man ein bisschen Roland Reber ('Der Geschmack des Lebens') und stilistisch etwas Wim Wenders ('Bis ans Ende der Welt' und mehr noch 'Paris Texas'). Ein Hauch von Roadmovie, eine Nuance Sadomaso-Thriller und jede Menge sexualisierte Innovation machen das inhaltslose Werk auf ungewöhnliche Art interessant. Und das liegt nicht allein an der Vagina von Ava Verne.
Die Inszenierung lebt in jeder Hinsicht von unterkühlter Distanziertheit. Die Protagonisten als Suchende im Sein, so nihilistisch wie die Wüste, durch die Protagonist Frank immerzu stakst. Und im nächsten Moment begegnen uns weitere Geschlechtsteile, dann sogar Geschlechtsverkehr. Diese Szenen sind teilweise so explizit, dass man sich wundert, wie der Film die FSK hat überwinden können.
Aber man muss die Erotik respektive Pornografie ja immer im Kontext sehen. Leider verhagelt dieser die sinnlich prickelnde Filmreise, denn Protagonist Frank dödelt auch in der nächsten Szene stoisch zu Fuß durch die Wüste oder mit seinem Auto über Highways, während aus dem Off Verbalphilosophie betrieben wird. Also bleibt dem geneigten Zuschauer nichts weiter, als sich dem dazwischen eingebetteten, erotischen Sinnbild in seiner plakativen Weise zu ergeben. Die sinnliche Reise gerät somit rudimentär und endet wo sie beginnt. In eben jener unterkühlten Distanziertheit, die abgesehen von episodenhafter Kunst, nichts Großes und nichts Ganzes erschließen lässt.
Fazit: Abstraktes Roadmovie, das zu viel Kunstanspruch erhebt um als Erotikfilm funktionieren zu können.