iHaveCN: It (2017)
Ihr wisst, dass ich weniger der Freund vom Horrorgenre bin, aber es gab für mich mehrere Faktoren, warum ich mir „Es“ angesehen habe. Zwei meiner Kollegen lagen mir in den Ohren und haben mich bekniet. Die sehr guten Pressestimmen, der virale Erfolg des Trailers, der finanzielle Erfolg, der „Es“ zum derzeit erfolgreichsten Film des Horrorgenres macht. Ich habe mich zwar über die Vorlage und die 90er-Version leicht informiert, aber habe weder das Buch gelesen noch den 90er-Film gesehen, also kann ich weder Vergleiche ziehen noch das in dieser Sicht werten. Aber ich muss sagen, dass ich jetzt nicht unbedingt der Typ bin, der Angst vor Clowns hat und wenn überhaupt mir nur selten und selektiv bestimmte Horrorfilme ansehe. Bei „Es“ kann ich aber sagen, dass sich die durchdachte Entscheidung definitiv gelohnt hat.
In der Kleinstadt Derry in Maine verschwinden in bestimmten zeitlichen Abständen Erwachsene, aber noch mehr Kinder. Eine kleine Gruppe junger Aussenseiter nimmt die Suche nach den Ursprüngen auf und die Spur führt die Kinder nach einigen übernatürlichen Ereignissen auf den Clown Pennywise.
Eine Sache, die ich richtig gut finde, ist, dass sich der Film Zeit nimmt und seinen Fokus richtig ausgelegt hat. Er fokussiert sich nicht auf eine zeitlich aufgeteilte Handlung der Erwachsenen und der Kinder. Er blendet die Ereignisse über die Erwachsenen aus und richtet das Augenmerk auf die Kinder. Und damit tut sich der Film einen richtigen Gefallen. Die Mischung aus Coming-Of-Age-Drama und Psychohorror funktioniert prima auf den stolzen 135 Minuten des Films. Und diese „Coming-Of-Age“-Story um die jungen Aussenseiter ist genau das, was mir an dem Film richtig gut gefallen hat und in Kombination mit den Horrorelementen den passenden und notwendigen Stempel aufgedrückt hat. Die jungen Aussenseiter sind bereits zu alt, um wirklich junge Kinder zu sein und noch zu alt, um wirklich gerade am Erwachsenwerden zu sein. Aber man darf nicht vergessen, dass in diesem Stadium junge Teenager genug Schickssalsschläge und Ängste hinnehmen müssen, die das künftige Leben nachhaltig beeinflussen. Und hier machen die jungen Darsteller einen perfekten Job und das nicht nur alleine, sondern auch im Team. Die Chemie ist wunderbar und Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Verlust kommen hier perfekt zur Geltung. Und die Ängste werden elementar auf überraschende und übernatürliche Art und Weise durch Spezialeffekte und Schockeffekte dargestellt mit der notwendigen Härte und Brutalität. Diese Verrücktheit in ihrer Darstellung von Bill Skarsgard als Clown Pennywise ergänzt den runden Eindruck Gerade die Mischung des Films macht den Film nicht nur emotional dramatisch, sondern auch schockend spannend. Für mich hat sich die seltene und selektive Auswahl gelohnt.
„It (2017)“ - My First Look – 9/10 Punkte.