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Erfreulich, dass immer mehr Vielseitigkeit ins Superheldengenre kommt und die Materialschlachten immer öfter nicht mehr so sehr im Vordergrund stehen. SPIDER-MAN: HOMECOMING interessiert sich mehr für seine Figuren als für seine Spezialeffekte (von denen es natürlich dennoch eine Menge gibt) und man würde diesem Film auch gerne zuschauen, wenn er komplett ohne Superkräfte, Waffen und Explosionen auskäme. Denn der mittlerweile sechste Spidey seit 2002 ist frisch und witzig, hängt nicht zu eng an seiner klassischen Vorlage, ist bis in die kleinen Rollen sehr gut besetzt und im Gegensatz zu den letzten drei Filmen der Reihe endlich mal wieder mit souveräner Leichtigkeit inszeniert.

Zu Beginn grenzt der selbstironische Umgang mit dem Superheldenthema schon an der Parodie, der Übergang zur Metaebene eines DEADPOOL ist da fließend. COP CAR und CLOWN Regisseur Jon Watts kann offensichtlich sowohl (Buddy- und Romantic-) Comedy als auch Action und bekommt sogar ein paar in diesem Genre eher ungewöhnliche ernsthaft bedrohliche Suspenseszenen hin.

Die 3D-Umsetzung des Films ist grundsätzlich gelungen und es macht Spaß, mit Spidey durch die Gegend zu schwingen, bis man nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. In den etwas hektischer geschnittenen Actionszenen leidet allerdings die Orientierung etwas durch das abgedunkelte Bild und das Auge mag nicht mehr so recht folgen. Und am Schluss wartet noch eine nette Überraschung auf die Geduldigen – nämlich nichts anderes als der lustigste "Post-Credit-Sting" seit es Marvel gibt.

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