Review

Belgienwochenende


In dieser ziemlich bescheuerten Horrorkomödie aus Frankreich fährt eine abgedrehte, freakige Clique in ein riesiges Ferienhaus nach Belgien - wo sich dann gruselige und grausame und bizarre Dinge abspielen... Oder zumindest abspielen sollen. Denn dieser fahrige Netflix-Aufkauf/-lauf ist meiner Meinung nach die Zeit, die er einem wegnimmt, nicht wirklich wert... 

„Le Manoir“ hat etwas von Cluedo trifft auf „Tucker & Dale“, von „Knives Out“ meets „Scary Movie 2“, von Scooby Doo im Bann der Swingerparty - nur leider in wenig empfehlsam, weniger ausgeklügelt, weniger sexy, weniger schaurig und leider auch weniger witzig, pfiffig, clever. Und gerade Letzteres ist übel und kommt nahezu einem Genickbruch gleich. Die Figuren sind absurd und comichaft überzeichnet, man sieht sie leider kaum als echte Menschen, manch ein Spruch ist frech und immerhin ein Schmunzeln wert (selbst wenn man da auf „Unter-der-Gürtelinie-Humor“ stehen muss), es gibt den ein oder anderen Ekeleffekt (Stichwort: Eiter) und grundsätzlich ist alles hochwertig gemacht. Nur hilft das wenig, wenn man absolut keine Verbindung findet, weder atmosphärisch noch humortechnisch. Und das liegt nicht an mir, eigentlich lache ich gerne und viel bei Filmen, war gestern auch alles andere als miesepetrig drauf. Hier war jedoch kaum noch was zu retten, hätte ich zum Lachen wohl in den spinnwebigen Keller gehen müssen... 

Fazit: weder wirklich witzig und noch viel weniger gruselig - „Le Manoir“ hat den Code der hohen Kunst der Horrorkomödie leider nicht ansatzweise geknackt. Selbst wenn er teilweise schon schön absurd, whacky und französisch ist. 

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