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Eigentlich soweit gelungener 94er Neujahrsfilm, der dem geneigten Zuschauer mit einer romantisch – träumerischen Liebesgeschichte, etwas mildem Humor und einer abstrusen Geschichte versorgt, für die reinen Actionfans mit gerade mal zwei Szenen natürlich zu wenig bieten hat und dessen naiver Charme sicherlich nicht von jedem angenommen wird.
Der Grundplot geht um den im Dienst der US – Regierung stehenden Jeffrey Chang Ching [ Chow Yun Fat ], der nach China geschickt wird, um einen Nationalschatz zu überführen. Dort angekommen wird er von dem chinesischen Polizisten und Kontaktmann Tong Ling [ Chin Han ] ins Shaolin Kloster verfrachtet, wo er neben dem leitenden Abt Kung – Chi [ Gordon Liu ] auch die eingesperrte Mei SIu Ching [ Jaqueline Wu ] trifft. Er verliebt sich in die mysteriöse und mit übernatürlichen Kräften ausgestattete Frau, bringt den Mönchen westliche Gewohnheiten bei und freundet sich mit einem kleinen dicken Jungen an. Die Idylle wird gestört, als er den Hintergrund seines Auftrages erfährt und die Gegner auftauchen.
Am Ende knallts noch mal so richtig, der ausgedehnte Showdown ist sowohl ganz reichhaltig als auch unter der Koordination von Phillip Kwok hübsch inszeniert, vorher passiert ausser einen Shootout in den ersten 5 min samt Cameo – Auftritt von Michael Wong eigentlich nichts in der Richtung, von einem kurzen Stockkampf zwischen Gordon Liu und Phillip Kwok selber einmal abgesehen.
Die vorherrschende Love Story ist recht überzeugend herübergebracht, sowohl darstellerisch als auch durch die Regie, stört auch gar nicht. Der leichte Ton wird durch einige harmlos – amüsante Witze erzeugt, aufgrund der bisschen penetranten Einführung von amerikanischen Werten wie Baseball, Gameboy, Coca Cola und Pommes im Kloster allerdings auch etwas wieder verspielt. Die Handlung weiter zu hinterfragen lohnt nicht, die Regie ist ansonsten erfreulich und überraschend konstant – ruhig für einen Jeff Lau – Film, Peter Pau an der Kamera sorgt für die üblich edlen Bilder, spätestens bei dem Flug durch die winterliche Nacht sind die Bedenken verschwunden.
Mag der Film auch nur weitgehend heisse Luft sein und hat Chow am Ende seiner HK Karriere keine wirklichen Hits abgeliefert, für gute Unterhaltung langt es dennoch.
Manche hätten nur lieber den Chow Yun Fat / Michael Wong Film zu Ende gesehen.

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