Gefühlte 666 Teufelskinder erblickten bereits das Licht großer und kleiner Filmleinwände, welche am Ende entweder vom Bösen bereinigt wurden, die Weltherrschaft übernahmen oder schlicht starben. Beim „Child of Satan“ weiß man gar nicht so genau, was um den Bengel herum so abgeht.
Allison und Kevin freuen sich auf den anstehenden Nachwuchs, doch Wehen beenden das lustige Beisammensein auf einer Babyparty. Kurz nach der Geburt von Neron verändert sich Allisons Umfeld, denn entweder Menschen verschwinden oder sterben. Und zunächst will Allison nicht glauben, was ihr ein Priester (Eric Roberts) offenbart…
Da hat es tatsächlich gleich zwei Dilettanten benötigt, um so einen Müll zusammenzuschustern. Mitesh Kumar Patel und Sam Son bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm, was das Handwerkliche und primär die Erzählung betrifft, welche zu keiner Zeit auf den Punkt kommt und von sehr viel Willkür durchzogen ist.
Angefangen von Kevins Besuch bei einem schwarzen Priester in Mexiko hin zu den zombieartigen Adjutanten des Bösen ergeben viele Begebenheiten wenig bis gar keinen Sinn, während vom Baby selbst natürlich null Bedrohung ausgeht. Denn der junge Knabe mit offenbar mexikanischen Wurzeln könnte eher Werbung für Babyshampoo machen oder als Vorzeigegesicht für den Friseur von Nebenan dienen.
Folgerichtig kommt bei alledem keine Spannung auf, zumal die Mimen grundlegend nicht in der Lage sind, Emotionen glaubhaft rüberzubringen. Selbst Roberts, der eine Reihe dummer Floskeln aufzusagen hat, verkommt beim Gastauftritt zur Witzfigur.
Und wenn denn mal ein wenig Bewegung ins Spiel kommt, versagen die simplen CGI auf ganzer Linie, seien es blaue Blitze als Symbol plötzlicher Besessenheit oder Blut, welches ohne erkennbare Wunde aufs Objektiv spritzt. Zudem weiß die Kamera auch nicht immer, wo sie gerade hin will und auch der Score dümpelt unentschlossen und gelangweilt vor sich hin.
Speziell im Mittelteil ist der Wurm drin, denn hier ereignet sich am wenigsten, sprich, es wird ausgiebig fremdgegangen, Leute verschwinden auf unspektakuläre Weise und das Paar streitet sich. Derweil ist das Baby mit altersgemäßen Handlungen beschäftigt, wobei es niemals schreit, - ein spezielles Merkmal des Satansbratens, was für die ausgiebige Nachtruhe der Eltern gewiss erholsam ist, beim Timing des Fütterns allerdings Schwierigkeiten bereiten dürfte. Wobei, in einigen Szenen schreit der Knirps schon, aber in solchen Momenten wird eben die entsprechende Tonspur auf Null gedreht.
„Child of Satan“ ist ein Werk uninspirierter Machart, bei dem die Geschichte völlig aus dem Ruder gerät und mit zunehmender Dauer immer weniger Sinn ergibt, woraufhin der Streifen erwartungsgemäß unpointiert und ohne eigentliche Auflösung endet.
Noch harmloser, langweiliger und belangloser hätte man das Teufelskind kaum in Szene setzen können.
2 von 10