Das französische Horrorfilmdrama „Hostile“ von Mathieu Turi ist besonders.
Doch: Ist der Film am Ende besonders gut gelungen? Wenn ja, für welche Zuschauer ist er geeignet?
Für den actionorientierten Zombiefilm-Fan sicherlich nicht.
Zu den Fakten: Die Weltuntergangsstimmung und die damit verbundene Trostlosigkeit der ersten Szenen (Jeep fährt durch die Wüste, im Hintergrund ist eine zerstörte Stadt zu sehen) kommen gut. Auch wird die Spannungsschraube angezogen, als die Hauptdarstellerin in Gefahr gerät. Der Regisseur hat seine Hausaufgaben in Sachen Thrill gemacht. Das Monster wird erst nur spärlich gezeigt. Überhaupt lässt sich der Film viel Zeit, blendet immer wieder in die Vorgeschichte, versinkt in Liebesfilm und leichtem Sozialdrama, dann wieder in die klaustrophobische Situation der Jetztzeit. Zugegeben: Mich hat „Hostile“ durch seine interessante Parallel-Erzählweise, durch seine Optik und durch den begrenzten Handlungsort in der Jetztzeit (das innere des Jeeps) die gesamte Spielzeit über bei Laune gehalten. Der Showdown des Kammerspiels zwischen Frau und Monster ist mitreißend, wenn auch schlicht – doch dann das böse Erwachen! Mathieu Turi wollte ein besonderes Ende für seinen kleinen, aber besonderen Film haben. Nun, hat er geschafft, nur das Ende wird nicht jedem schmecken. Ich habe überlegt, ob der Schluss für mich wirklich stimmig und originell ist und komme zu dem Ergebnis, dass er meine Bewertung deutlich in den Keller zieht. Andere sehen das vielleicht anders. Ich sehe es so. Schade um die Geschichte, denn … die ist wirklich besonders.