Women in Prison-Filme gelten gemeinhin als etwas frauenfeindlich. Hier dürften die Mädels mal ganz gepflegt untereinander feindlich zu einander sein, um sich gepflegt eins auf die Mütze zu hauen.
Willkommen also im Frauengefängnis USA! Von manchen schon als kleiner Kultfilm ausgerufen, erwartet den Zuschauer vor allem ab der zweiten Hälfte ein durchweg unterhaltsamer wie temporeicher WIP-Trasher, der hierzulande sogar eine Ehrenrunde im Kino drehen durfte. Dabei gehört auch diese ursprüngliche Direct-to-Video-Produktion zu der Art von Filmen, die heutzutage leider nicht mehr gedreht werden: Hinter schwedischen Gardinen, da sind die Weiber darauf bedacht, sich ständig zu kloppen. Soweit zur Handlung. Knallharte Wrestling-Fights wechseln sich mit etwas unbeholfenen Martial Arts-Einlagen ab. Und auch in der Damendusche bedeutet die Seife auf dem Boden: Bück Dich, Fee! Wunsch ist Wunsch!
Dabei hält sich "Frauengefängnis USA" sogar ziemlich zurück, was Sex und Gewalt anbelangt. Sadistische Peitschenschwinger wie aus den Jess Franco-Filmen sucht man hier vergeblich. Hingegen ist es schon verwunderlich, wie komfortabel so ein Gefängnis doch ausgestattet sein kann mit Schwimmbad, großzügigem Fitnessbereich und einem höchst albernen Prince-Imitator beim gemeinsamen Partyabend. Einer der Wächter sieht aus wie Chuck Norris, keine der Frauen hat echtes Sex Appeal, dafür aber schlichtweg explodierende Fön- und Srayfrisuren, wie man es aus den Achtzigern halt so kennt.
Fazit: Solide inszenierter WIP im Dauerkeile-Modus. Weniger Skin Flick, dafür mehr Buttkicks. Recht unterhaltsamer No Brains-Spaß, dem man irgendwie nicht böse sein kann.