Review

Die (Fehl-)Geburt eines Dämons 


Hail Gähntan! „The Heretics“ handelt von einer einst von einem diabolischen Kult entführten jungen Frau, die nun erneut von einem der Teufelsanbeter entführt wird und die, zusammen mit uns Zuschauern, nun eine Nacht in einer abgelegenen Waldhütte vor sich hat, die sie so schnell nicht vergessen wird... oder doch?! 

Chad Archibald ist definitiv einer, den man im Auge behalten sollte. Aber wohl deutlich eher als Produzent wie als Regisseur - denn sein „The Heretics“ ist nicht viel mehr als ein klar unterdurchschnittlicher Ritualalpträumchen voller Hänger und Längen. Während „The Drownsman“ immerhin einen klasse Bösewicht und „Bite“ gnadenlos eklige, handgemachte (Bodyhorror-)Effekte boten, hat dieser Sektenterror wesentlich weniger auf der Habenseite. Die Masken und das Grundkonzept stimmen zwar noch immer - doch ansonsten herrscht hier gähnende Leere. Der dargestellte Kult erregt wenig Angst, die Figuren noch weniger Sympathien, die Wendungen gehen einem am A vorbei und die Geschichte allgemein bringt sogar noch am allerwenigsten Interesse hervor. Das reicht einfach nicht, um einen hinterm Ofen hervorzulocken. Tut mir leid. So sympathisch mir der auch sein mag, so gerne ich Indiehorror mag. An Konzepten und Ideen und „Balls“ mangelt es Herr Archibald nicht - an deutlichem Regietalent allerdings schon. Meine Meinung. 

Fazit: „The Heretics“ ist eher ein ärgerlicher Schritt zurück für Chad Archibald als eine gelungene Weiterentwicklung. Nicht total schmerzhaft, aber/eher erstaunlich öde und unspektakulär. Kult geht anders! 

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