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iHaveCNit: (Straight To Home Cinema): Kickboxer: Die Abrechnung (deutscher Verkaufsstart: 27.04.18 / First Look: 2018)

Actionklassiker neu zu verfilmen ist in der Regel immer eine schlechte Idee. Aber als ich vor knapp 1,5 Jahren im Heimkino „Kickboxer: Die Vergeltung“ sehen konnte, war ich von dem mit Hommagen an den Jean-Claude Van Damme-Klassiker „Kickboxer“ gespickten Remake begeistert, weil er neben Jean-Claude Van Damme auch nette Nebenrollen mit Dave Batista und Gina Carano und nette Einfälle zu bieten hatte. Dementsprechend war es klar, dass auch die Fortsetzung gesichtet wird, die zwar auch nette Einfälle und diverse Gastauftritte zu bieten hat, alles aber eine weniger homogene Mischung bietet, was Stil und Ton angeht.

Kurt Sloane wird festgenommen und wandert für den Tod von Tong Po in den Knast. Dort macht er Bekanntschaft mit dem Promoter Mr. Moore, der ihn unbedingt zu einem Kampf mit dem Champion Mongkut überreden will. Als Druckmittel wird seine Frau entführt. So bleibt Kurt nichts anderes übrig als sich mit ein paar Insassen und seinem ehemaligen Trainer Durand auf den unausweichlichen Kampf mit Mongkut vorzubereiten.

War es im 1. Teil noch der etwas versierte John Stockwell mit der Regie, tritt hier der Produzent des 1. Teil, Dimitri Logothetis in Stockwells Fußstapfen. Das macht den Film zu einem extrem unberechenbaren, aber dadurch sehr unterhaltsamen Film. Es gibt unendlich viele Einfälle, die krampfhaft versuchen cool zu sein – in der Art der Kameraeinstellungen, der Musik, der Schnitte und auch der Beleuchtung. Alles wirkt aber so unglaublich unreal, dass vom Ton und Stil ein unglaubliches Durcheinander herrscht. Bei der Gastbesetzung eines Mike Tyson in einem Kampfsportfilm passt es schon, dass es auch zum Boxen kommt und wenn man den „Highlander“ Christopher Lambert castet, müssen sich auch mal Klingen kreuzen, aber wenn man einen Ronaldinho im Training des Hauptprotagonisten Tricks mit dem Ball aufführen und Bälle bolzen lasst, fragt man sich im Ernst was das hier zu suchen hat. Interessant ist dagegen eine Neuerung bei Van Dammes Charakter, die irgendwie auch eine Hommage an einen weiteren Klassiker von ihm ist. Und wann immer es passt, gibt es Kampfszenen und das nicht zu knapp – und das Finale mit dem isländischen Ex-Basketballer und Strongmen Hafbor Julius Björnsson, den die meisten aus Game of Thrones in der Rolle des „Mountain“ kennen werden, ist mit knapp einer halben Stunde extrem genug – auch wenn der Isländer nicht die kampferfahrene Athletik eines Dave Batista aus dem Vorgänger mitbringt. Alles in allem war ich von diesem Actiontrashfest unterhalten.

„Kickboxer: Die Abrechnung“ - My First Look – 6/10 Punkte.

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