Von Regisseur und Autor Alexander Payne ist man von jeher eigentlich Qualität, vor allem aber Subtilität gewohnt. Sieht man von ein paar Schnitzern im Lebenslauf mal ab (JURASSIC PARK III – vermutlich Scriptdoctoring, was es aber auch nicht besser macht), liegt mit ELECTION, ABOUT SCHMIDT, SIDEWAYS, THE DESCENDANTS und NEBRASKA eine beeindruckend hochwertige Filmographie vor. Um so irritierender, dass DOWNSIZING trotz des Talents hinter und vor der Kamera nun so ein mittleres Desaster geworden ist.
Payne schrumpft die großartige Prämisse auf das Niveau eines Protestplakats, das er gut sichtbar gegen soziale Ungerechtigkeit, Klimasünder, Wissenschaft und den Staat im Allgemeinen schwenkt. Was sich als bissige SciFi-Satire angeboten hätte, verläppert so zu einer unentschiedenen Mischung aus Einsamkeitsdrama, Sozialkritik und Weltuntergangsszenario, bei dem die Ursprungsidee am Ende nur noch eine winzig kleine Rolle spielt.
Das ist angesichts der Talente vor der Kamera um so bedauerlicher: Kristen Wiig und Udo Kier bekommen schlichtweg viel zu wenig zu tun und Matt Damon trottet letztlich auch nur noch verloren durch den Film. Einzig Christoph Waltz macht mal wieder sein übliches Christoph Waltz-Ding, das man entweder lieben oder hassen kann – das ist dem Waltz inzwischen mit Sicherheit egal.