Review

Ich ging mit einiger Skepsis an diesen überlangen Film. Allein der Name Brad Pitt liess Schlimmes erahnen. Zunächst deutete auch alles auf eine langweilige Schnulze hin, doch mit der Zeit offenbahrte der Film seine wahren Qualitäten: Einfühlsame, sympathische Darsteller, Weisheiten über das Leben, kitschige Romantik , eine Prise Situationskomik und ein tolles tragisch-schönes Finale hielten mich bis zur letzten Minute bei der Stange.
Doch hätte man meiner Meinung nach dem Film kein Happy-End aufsetzen dürfen, sondern es beim Eintritt ins Totenreich von Hopkins und Pitt belassen müssen. Hier hat man wahrscheinlich an das breite Publikum gedacht und deshalb zu einem klassischen Ende gegriffen. IMO hätte ein trauriges Ende dem Film noch mehr Ausdruckskraft und Intensität verliehen. So gleitet er doch letztlich wieder in Kitsch und Hollywood-Glamour ab.
Wer diesen Kritikpunkt vermeiden will, schaltet am besten 5 Minuten vor Ende ab. Auf diese Weise bekommt man den Film in seiner meiner Meinung nach besten Form serviert.
Brad Pitt spielt die Rolle des personifizierten Todes brillant. Sein unschuldiger Blick passt perfekt zum krass kontrastierenden Charakter des Todes. Anthony Hopkins glänzt ebenfalls in seiner Rolle als Vater.
Von der Kameraführung hätte ich mir insgesammt etwas mehr erwartet. Sie bleibt auf statisch und ideenlos. Aber was soll's. Für einen Film der Liebesdrama-Kategorie ist diese Eigenschaft nicht ausschlaggebend.
Wer Sitzfleisch besitzt und etwas für Hollywood-Kitsch überhat, sollte sich den Film durchaus mal ansehen. Am besten in weiblicher Begleitung :)

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