"Es ist nicht leicht loszulassen. Hm?"
"So ist es, Bill."
"Das ist das Leben. Was soll ich dir erzählen?"
Mit dieser rhetorischen Frage blickt William Parrish (Anthony Hopkins) auf Joe Black (Brad Pitt), worauf dieser seinen Blick erwidert. Im Hintergrund ist Feuerwerk zu sehen, der allmählich in prächtigen Farben zum Himmel aufsteigt. Unterstrichen wird die Szene von dem wunderbaren, gefühlvollem Score von Thomas Newman, der für die Filmmusik von "Road to Perdition" und "The Shawshank Redemprion" zuständig war.
Jeder sollte sich selbst von dieser Szene überzeugen lassen, denn einen solchen Film habe ich noch nie gesehen. Mit Leichtigkeit und Eleganz schafft Regisseur Martin Brest ein intelligentes Fantasydrama um Liebe, Gefühle, Hoffnung und Tod. Er erklärt nicht viel mit Worten, sondern er redet in gewisser Weise mit den Bildern. Er kommuniziert mit dem Zuschauer durch eine visuelle Kraft voller Leben und Melancholie, die man in keinem anderen Film zu Gesicht bekomen hat.
Ohne Special Effects vereint Brest Fantasy und Realität und schafft einen entschloßenen Weg sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen ohne diesen als brutal und verachtend darzustellen.
Die Kamera kreist im Anwesen von Parrish herum, fokusiert Menschen, Gefühle, Räume. Schafft im Endeffekt Menschennähe ohne diese kitschig oder klischeebeladen zu zeigen.
Dieser Streifen ist eine wahre Perle voller Ästhetik und Menschenkenntnis, daher meine Zustimmung
und die volle Punktzahl.