Das bessere Star Trek?
Schon lange überlege ich, ob ich zu dieser Serie eine Review schreiben soll.
Seit der aktuell auf Pro Sieben gezeigten Folge (Staffel 3, Episode 8, Titel Mitternachtsblau), weiss ich, ich muss es nun tun.
Kurz zur Story:
Ed Mercer ist zu Beginn der Serie mit Kelly Grayson verheiratet. Sie arbeiten beide für die Planeten-Union. In den ersten Minuten der ersten Episode kommt Ed nach Hause und erwischt seine Frau im Bett mit einem Alien,
Durch die Trennung und entsprechende Scheidung aus der Bahn geworfen, darbt Ed vor sich hin.
Bis er das Kommando über die Orville angeboten bekommt. Er nimmt es voller Freude an, bis er dann erfahren muss, das ausgerechnet Kelly sein erster Offizier wird.
Gemeinsam mit dem Rest der Crew ist die Orville unterwegs, um neue Welten zu finden oder die Planeten-Union gegen Gefahren von ausserhalb zu verteidigen.
Der Serie gelingt ein Spagat mit Bravour. Es ist gleichzeitig Hommage und Parodie. Dabei schafft es die Serie ein der einen Minute einen bösen oder flachen Gag abzufeuern. In der nächsten kann es aber auch ein sehr ernstes Thema ansprechen.
Auch die Charaktere sind toll.
Da wären neben Captain Ed und Offizier Kelly u.a.:
- Bortus (ein Moclaner - eine Rasse, die aus Männern besteht, die in homosexuellen Beziehungen leben. Es kommt vor, das Frauen geboren werden, diese werden in der Regel zum Mann umoperiert).
- Gordon (der Steuermann der Orville und ein alter Freund von Ed und Kelly).
- Isaac (ein Roboter von der Rasse der Kaylonier)
- Lamarr (der Chefingenieur der Orville)
- Dr. Claire Fynn (die Ärztin des Schiffs)
- Alana (die Sicherheitschefin der Orville, sie verlässt die Crew innerhalb der Serie)
- Talla (Alanas Nachfolgerin als Sicherheitschefin)
Seth MacFarlane, der auch den Ed spielt, hat es geschafft, eine der besten Sci-Fi-Serien der letzten Jahr aus dem Boden zu stampfen. In meinen Augen leider extrem unterbewertet.
Was ich auch toll finde, ist die Fülle der Gastdarsteller (z.B. Liam Neeson, Bruce Boxleitner, Charlize Theron, "Holodoc" Roberto Picardo, "Deanna Troi" Marine Sirtis, Rob Lowe, Ted Danson oder Dolly Parton.
Auch hervorzuheben sind die grossartigen Special Effects. Diese müssen sich in meinen Augen vor den grossen Brüdern Star Wars oder Star Trek nicht zu verstecken.
Ich liebe diese Serie, tolle Drehbücher, Darsteller und Effekte. Ausserdem ist es die erste Sci-Fi-Serie, die es geschafft hat, das ich Tränen vergiesse (eben die Folge Mitternachtsblau).
Volle und von Herzen gerne gegebene 10 Punkte.