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Im Thriller "Suicide Kings" geht es um vier Freunde, die einen mächtigen, aber etwas in die Jahre gekommenen Gangsterboss entführen wollen. Der Grund dafür: die Schwester eines Geiselnehmers wurde wiederum von anderen Geiselnehmern entführt und diese fordern ein Lösegeld. Durch die Geiselnahme des Gangsterbosses erhoffen sich die vier Freunde das nötige Lösegeld erpressen und somit die Schwester freikaufen zu können. Es kommt zwar noch ein fünfter Kumpel hinzu, aber dieser ist an der Tat nicht beteiligt und auch nicht wirklich von ihr begeistert. Leider rechnen die Kumpels nicht mit zwei Dingen: erstens erweist sich der Gangsterboss selbst in der Rolle der Geisel als überlegen und zweitens spielt mindestens einer aus der eigenen Gruppe ein doppeltes Spiel.

Dieser eher kleineren und wenig bekannten Produktion gelingt es leider nicht ganz zu überzeugen. Es werden einfach zu viele Fehler begangen. Das fängt beim Humor, der oftmals nicht zünden und eher nach hinten losgeht, an, setzt sich mit wenig überzeugenden darstellerischen Leistungen der "Jungdarsteller" fort und geht weiter mit einigen Logikfehlern. Da will z.B. der Bruder (Henry Thomas) der Entführten in der einen Szene den Gangsterboss freilassen, weil ihm die Sache zu weit geht, nur um im nächsten Moment die eigenen Freunde mit einem Revolver zu bedrohen, weil sie den Entführten freilassen wollen. Häh? Die schauspielerischen Leistungen der jüngeren Schauspieler, von denen mich Sean Patrick Flanery am ehesten überzeugen konnte, habe ich schon angesprochen, aber es wirken ja auch zwei Routiniers mit: Christopher Walken und Denis Leary sind meiner Meinung nach die einzigen Lichtblicke unter den Darstellern. Zu Gute halten muss man dem Film aber dann doch, dass er fast über die ganze Laufzeit hinweg unterhalten kann und eine nette Story bietet.
Als Geheimtipp würde ich "Suicide Kings" aber dennoch nicht bezeichnen, eher als unterhaltsamen Thriller für Zwischendurch. Daher erhält er von mir 06/10 Punkten.

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