Review

Spielberg verspielt.
Nach Zweitem Weltkrieg und düsteren Zukunftsvisionen ein Film, den man Steven gar nicht mehr zugetraut hat. Locker und leicht wie in seinen besten Anfangstagen zu Zeiten von "Sugarland Express".
Hell, raffiniert, mit häufigerem Konsumieren immer besser werdend.
Man achte mal auf die kleine Spielerei, die Leo bzw. Frank immer mit den Etiketten von Flaschen macht.
Für einige Leute immer noch zu spießig, für mich der botschaftsloseste Spielberg seit Ewigkeiten und vor allem auch vom erotischen Aspekt betrachtet einzigartig in der Filmograhpie des Ausnahmeregisseurs.
Die Geschichte des siebzehn-jährigen Scheckbetrügers Frank Abagnale Jr. war genau die richtige Geschichte zur richtigen Zeit. Eine wunderschöne Zeitreise mit einem Leonardo dem Großen - hier nach brenne ich auf seine Leistung in "Gangs of New York -, der für mich jetzt schon zu den großen Charakeren 2003 zählt.
Mit einem herrlichen Christoper Walken, der zurecht eine Oscarnominierng bekommen hat und mit einem Tom Hanks, der seine Aufgabe wörtlich nimmt.
Er supported vorbildlich und trägt maßgeblich dazu bei, dass Leo so groß auftrumpfen kann.
Niemals rountiniert, dass kann Hanks gar nicht.
Bleibt noch abschließend zu sagen, dass zwei Mäuse in einen Krug voll Sahne fallen.
Die eine untergeht, die andere aber so fest strampelt, dass die Sahne zu Butter wird und die Maus es aus dem Krug herausschafft.
Diese zweite Maus ist Steven Spielberg, einer meiner absoluten Lieblingsregisseuren, dem hier nach dem leicht überschätzten "Minority Report" ein angenehmes Filmwunder passiert ist.
Ich denke auch ein Werk, das mit der Zeit noch wachsen wird. Nicht weil sich tiefsinnige Aussagen darin verbergen, sondern weil den Menschen erst mit mehr Abstand klar wird, dass Spielbergs Stil letzlich sogar noch lässiger ist, als jener von dem schon bewunderswerten Steven "Gott" Soderbergh in "Oceans Eleven".

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