Leider hatte mich der Trailer zum Film, den ich zufällig im Kino sah und auch an gewisser Stelle ein paar mal auf die Ohren, komplett nicht neugierg gemacht. Da Aronofsky mich mit Noah, auch grandios enttäuscht hatte, bin ich erst jetzt zu einer Sichtung gekommen.
Mother! sollte man sich entspannt und deutungsfreudig geben, dass ist jedenfalls sicher. Mag sein, dass ein paar Bibelbilder zitiert werden. Ich schau mir keine Deutungen im Netz über den Film an. Denke es geht jedoch um wesentlich mehr als diese Zitate, schon allein weil die Autorenfigur im Mittelpunkt steht und diese nicht den biblischen Gott verkörpert, der ja angeblicher Autor des meistgelesenen Buches der Erde sein soll. Wer auf schräge, mysteriöse und nicht leicht zu durchschauende Filme steht, ist jedenfalls mit diesem gelungenen Kunstwerk gut bedient. Der gesamte Film, liegt schauspiel und suspensetechnisch, sowie letztendlich auch szenisch auf höchstem Niveau. (Auch wenn sich im letzten Drittel, 2 unschöne Schnittkrücken eingeschlichen haben.)
Dafür zweitgesichtet zu werden ist der film auf jeden Fall prädestiniert. Denke erst dann kann ich mir ein wirklich ganz klares Bild der Geschichte machen. Wertungstechnisch ist da sicherlich noch was nach oben hin drin.
Beim nächsten Aronofsky schau ich dann gleich wieder genauer hin. (D