Review
von Leimbacher-Mario
Fluch der Wildnis
Starbesetztes Survivalkino mit Idris Elba und Kate Winslet, die nach dem Absturz eines kleinen Privatflugzeugs auf einem verschneiten, abgelegenen und lebensfeindlichen Berg „gelandet“ sind. Nun heißt es zusammenarbeiten und sich etwas einfallen lassen nicht zu erfrieren, zu verhungern oder verrückt zu werden…
In diesem ungemütlichen Schneedrama liegt schauspielerisch und von der Sympathie her alles bei seinen Stars. Und das stemmen Winslet und Elba auch problemlos. Sie sind unterschiedlich, authentisch und ergänzen sich sehr gut. Nicht umsonst sind sie vom Talent her absolute Hollywoodschwergewichte. Dazu gesellen sich einige schöne Ausblick- und Scoremomente, eine fragwürdige Aussage zum Thema Trauma, Liebe und deren Wechselwirkungen. Eine gute Spur Kitsch am Ende. Und ein paar spannende Szenen zu wenig über den rechten langwierigen Verlauf. Dennoch: kann man als (leider?) recht romantische Mischung aus „Everest“ und „Cast Away“ gut weggucken. Vor allem wohl als Pärchenkino für Erwachsene. Mit einem richtig coolen, echten (!) Hund. Schöne Grüße deswegen raus an Harrison Ford.
Fazit: schauspielerisch top, emotional im besten Fall mitreißend, atmosphärisch und vom Verhalten her recht realistisch, Berg- und Winterpanoramen vom Feinsten. Hintenraus wird’s jedoch arg rutschig und insgesamt gibt’s etwas wenig Spannungshöhepunkte. Locker gut trotzdem.