Der Krieg ums Licht
Tesla, Westinghouse oder eben „Edison“? Wer hat denn nun die moderne Elektrizität erfunden? Wer schaffte, dass der Welt ein Licht aufging? In Wahrheit wohl am ehesten Tesla, zumindest was das pure Genie angeht. Doch dieses Semi-Biopic konzentriert sich (bei dem Namen nicht schwer zu erraten) eher auf Herr Thomas Alva Edison, der ebenfalls ein entscheidendes Händchen im Spiel um das „künstliche“ Licht hatte…
Hell und dunkel
„Edison“ ist ganz klar als deutscher Titel falsch gewählt, da es nicht nur um Edison geht. Tesla kommt viel zu kurz und wahrscheinlich ist Cumberbatch noch immer der größte Star im Cast. Doch das Thema und die Konzentration des Films wird damit natürlich nicht getroffen. Doch das kann man dem Werk nicht anhängen, nur dem Verleih hierzulande. Der Film hat mit ganz anderen Schwachpunkten zu kämpfen. Seinem Fokus, seinem nicht allzu interessant dargestellten Thema, seiner Sprunghaftigkeit, seiner eher biederen und trockenen Art. Das wirkt dann doch ein wenig wie ein verfilmter Wikipedia-Artikel. Dafür macht er optisch durchaus was her, Stars wie Tom Holland oder Michael Shannon enttäuschen nicht, der Score hat Druck und wer sich für technische Entwicklungen und Erfindungen interessiert kommt wohl auf seine Kosten. Er will ein Qualitätsfilm sein und schafft das irgendwie auch - nur eben ein erstaunlich biederer und (für mich) wenig interessanter. Da fehlen völlig Pfeffer und Schwung. Sehr uninvolviert war ich. Oscarbait ganz weit entfernt davon Aufsehen oder Emotionen zu erregen.
Fazit: starke Besetzung, richtig hübsche Bilder, fragwürdige Sichtweise und insgesamt dann doch eher… leer. Kein allzu helles Licht am Hollywoodfirmament. Trocken und nicht allzu tragisch. Eher nur für Fans historischer Biopics und Persönlichkeiten. Schlecht aber mitnichten. Nur was egal.