... Zeit von einem extrem gewalttätigen Mann gequält, bis sie ihn schließlich im Affekt nieder stach, um dann in die Anonymität zu flüchten.
So kommt sie nach Fatale, einem 1800-Einwohner-Städtchen wie gemalt, irgendwo in den kanadischen Wäldern, wo sie sich ein neues selbstbestimmtes Leben aufbauen will.
Allein, dort ist sie gar nicht erwünscht, denn der Ort steht unter der Fuchtel der reichen und alten Jean O'Gallagher (Micheline Lanctôt), der dort fast alles gehört und die Sarah sofort gern wieder in den nächsten Zug verfrachtet wünscht. Doch Sarah lässt sich nicht vertreiben und besetzt schließlich das verlassene Pfarrhaus, nachdem sie von einem freundlichen Helfer eine erste Schrotflinte geschenkt bekommt.
Offenbar sticht sie so in ein Wespennest, denn unter der idyllischen Oberfläche brodelt es. O'Gallagher würde gern, dass ihr Handlanger, der Bürgermeister François Lemieux (Denis Bernard) wieder kandidiert, der jedoch hat eine psychisch kranke Frau und die Nase voll davon, Anweisungen auszuführen. Der Besitzer des einzigen Lokals, Eddy (Claude Legault) ist melancholisch und übergriffig, die Servierin Ina hat - teilweise gewalttätige - Beziehungen zu mehreren Männern und die Frisörin trägt nach den verschiedenen Betrugsverbrechen ihres Mannes eine Fußfessel. Auch der Metzger Alexandra steht unter Druck, ist er doch unglücklich in Ina verliebt.
Gleichzeitig versucht der andere Bürgermeisterkandidat Langevin, die Bürger auf seine Seite zu ziehen, indem er Vorurteile schürt. Das fällt leicht, denn die indianischen Ureinwohner des nahen Reservats haben die Zugangsstraße mit einer Sperre blockiert, was wiederum militante junge Idioten des Städtchens auf den Plan ruft.
Obwohl unerwünscht, gewöhnen sich einzelne Einwohner an Sarah, die mit ihrer Vergangenheit die Angewohnheit besitzt, Dinge in Bewegung zu bringen. Doch ihr Verfolger von damals gibt nicht auf.
Aber warum will sie ausgerechnet in Fatale bleiben? Gibt es da vielleicht noch einen Bezug, von dem niemand weiß...?