Review

„Demoni“ von Lambero Bava ist mittlerweile ein Klassiker im Bereich italienischer Splatterfilme. So dauerste es nur ein Jahr, bis Bava „Demoni 2“ nachschob. Leider hat der Film nicht mehr die Klasse (wenn man es so sagen darf) wie der erste Teil.


Ein Hochhaus, irgendwo. Hier will Sally eine Party feiern und lädt auch allerhand Leute ein. Zur gleichen Zeit wird im TV eine Dokumentation der Ereignisse von Berlin gezeigt, wo die Dämonen damals in einem alten Kino wüteten. Dann passiert es: Ein Dämon schafft den Weg durch den Fernseher(!!!) in die reale Welt. Von nun an ist der Teufel los im Komplex und immer mehr Menschen verwandeln sich in Dämonen...


Man verändere den Tatort und schon hat man eine Kopie des ersten „Demoni“ Films, nur halt weitaus schlechter. Woran liegt das? Es ist halt einfach so, dass wenn man an der Grundidee eines Film nichts ändert, er schon minder interessant wird. Ist der Film dann auch noch recht langweilig und biete nicht einmal mehr die Effektflut des ersten Teils, so kann so ein Film nur noch verlieren. So einfach ist das.

Die Schauspieler sind natürlich auch hier unter aller Kanone, so war es schon im ersten Teil, aber dies ist ja nicht das Problem des italienischen Films, so was erwartet man ja geradezu. Unbekannte Darsteller, die mehr schlecht als recht sind, kein Problem für mich.
Nur leider kommt der Film nicht wirklich aus dem sprichwörtlichen Quark. Es dauert zu lange, bis mal was passiert und wenn die Dämonen dann einmal aus dem TV geschlüpft sind (gnadenlose Idee, man hat ja schon viel gesehen aber so was ist dann doch ein Highlight), dann passiert auch nicht viel.
Wenn man solche Filme guckt, dann erwartet man auch eine entsprechende Menge an Blut und Gewalt, sonst würde man sich solche Filme ja erst recht nicht mehr ansehen. Das ist ja gerade der Clou der italienischen Filme: Eine minimale Story gepaart mit harten Effekten. Und genau daran scheitert „Demoni 2“. Die Effekte sind nicht mehr so zahlreich, nicht mehr so hart wie beim Vorgänger, und da sich nun mal alles darauf aufbaut, wird der Film schon etwas langweilig. Zwar gibt es natürlich immer noch einige hübsche Effekte, im ganzen aber unterliegt der Film seinen Vorgänger klar. Der hatte, was ich noch positiv bemerken will, klasse Musik im Hintergrund, auch die kann der Film hier nicht wirklich vorweisen. So bleibt er ein durchschnittlicher Film, weder gut noch schlecht.


Fazit: Leider kann „Demoni 2“ mit seinem Vorgänger nicht Schritthalten. Dafür fehlt es an allen Ecken und Kanten. Somit erhalten wir einen italienischen Horrorfilm, der weder Fisch noch Fleisch ist. Schade, wenn man bedenkt, wie „gut“ der Vorgänger war. Nur für Hardcore-Fans des italienischen Films, für den Rest reicht maximal Teil 1.

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