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Das Sequel zu "Dance of the Demons" folgte ein knappes Jahr später und brachte es sogar in die deutschen Kinos. Dies blieb dem besseren Original leider verwehrt. Man verwendet hier die selbe Crew. Lamberto Bava ist Regisseur und Drehbuchautor, Dario Argento half Bava beim Drehbuch und war Produzent. Auch die Darsteller sind die Selben, nur schlüpfen sie hier natürlich in andere Rollen. Nach der Pleite die das Videolabel New Vision mit der Beschlagnahmung des Erstlings einfuhr, musste diesmal rabiater die Schere angesetzt werden. Trotzdem ist diese stark gekürzte FSK 18 Fassung bis heute noch indiziert.

In einem Hightech Wohnhauskomplex schauen sich einige Leute einen Film über Dämonen an. Auf einer Geburtstagsparty ergreift ein Dämon aus dem Fernsehen Besitz von einer Frau. Diese mutiert zur Bestie und schlachtet die restlichen Partygäste ab. Diese sind nun auch besessen und jagen die noch normalen Menschen durch den Komplex. Die Elektronik ist ausgefallen, daher ist man in dem Gebäude gefangen, Hoffnung auf Hilfe gibt es nicht. Die Dämonen gewinnen immer mehr die Oberhand, bis nur noch George (David Edwin Knight) mit seiner schwangeren Freundin Hannah (Nancy Brilli) übrig ist.

Schon im Original war die Story sehr schwach, diese wird hier nochmal 1:1 kopiert, nur der Schausplatz ist ein Anderer. Wir befinden uns hier in einem Wohnkomplex. Eine Kulisse mit deutlich mehr Platz und aus der es auch kein Entrinnen gibt. Durch das säurehaltige Blut der Dämonen wird die elektronische Anlage völlig ausser Kraft gesetzt. Man ist hinter Panzerglas und Stahltüren gefangen. Es bilden sich wieder verschiedene Gruppen, doch man ist den Dämonen auch hier unterlegen. Der Bodycount wurde hier eindeutig angehoben, doch richtig blutige Goreeffekte gibt es nur selten. Aber die Qualität Dieser, nebst Make up und Maske ist auch hier wieder top. Mit Stangen, Schusswaffen und Äxten geht man auf die Dämonen los. Einige blutige Einschüsse, Axthiebe, oder Aufspießen gibt es zu sehen. Auch ein kleiner Junge ist von den Dämonen besessen und selbst von einem Hund ergreifen sie Besitz, welcher anschließend auf seine Herrin losgeht.

Aber der Plot allgemein bleibt völlig innovationslos und bringt kaum neue Ideen mit sich. Wieder kommen die Dämonen aus der Mattscheibe, wieder ist man gefangen und ausser Asia Argento sind es auch noch die selben Darsteller. Auch dauert es hier etwas länger als im Erstling, bis Schwung in die Sache kommt. Aber die letzte Stunde hat es in sich und bietet einige Kämpfe, Hetzjagden, sowie gruselige Passagen. Das Ende musste neu synchronisiert werden, da es auf dem New Vision Tape, warum auch immer, nicht enthalten war. Das Ende bleibt mal wieder offen, vielleicht wollte man hier schon den Grundstein für den dritten Teil legen, doch Bava und Argento ließen es bleiben, besser so. Noch positiv zu erwähnen ist der tolle Score.

Deutlich schwächer als das Original, aber immer noch Funsplatter pur mit Atmosphäre und guter Musikuntermalung. Nur in Punkto Story hätte sich was tun müssen.

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