Auch wenn man mir dafür den Kopf abreisst, so behaupte ich doch einfach mal, dass "Dämonen" gegenüber seinem Vorgänger "Dämonen 2" kaum abfällt. Nach wie vor werden dem Zuschauer ein rasanter, zu keinem Zeitpunkt langweiliger Plot und viele eklige Schock-Effekte geboten. Die beim Erstling teilweise enorm störende Unglaubwürdigkeit der Geschichte wird hier erfreulicher durch etwas Humor relativiert. Die Grundidee mit den Dämonen, die einfach so mirnix dirnix aus dem Fernseher steigen, lässt schon erahnen, dass Bava das ganze wohl nicht all zu ernst gemeint hat, was dann besonders in den Szenen mit dem "Gremlin"-artigen Mini-Dämon eindeutig bestätigt wird. Auch toll, dass man die schleimigen Monster Makeups nochmal verbessert und mehr echte, nervenzerrende Spannungsmomente integriert hat. Auf der anderen Seite muss man dann aber auch in Kauf nehmen, dass hier lediglich die eh schon dünne Handlung vom Vorgänger auf einen anderen Schauplatz verlegt und der Goregehalt drastisch zurückgeschraubt wurde. Trotzdem, schon allein aufgrund der professionellen Inszenierung kann "Dämonen" getrost zu den besseren Schockern aus der Zeit, in der die italienische Filmindustrie eigentlich schon aus dem letzten Loch pfiff, gezählt werden.