Bei dem 2002 nach einer wahren Begebenheit entstandenen Thriller „Black Cadillac“ kommen dem einen oder anderen wohl als ersten die Bilder von Stephen King´s „Christine“ in den Sinn. Jedoch tendiert „Black Cadillac“ doch deutlich in die Thriller – Richtung und nicht, wie man vermuten möchte, wie „Christine“ in die Horror-Ecke. Der schwarze Caddy spielt so gesehen hierbei nur bedingt die Hauptrolle, macht sich darin aber ganz gut. Der Film erinnert auch ein klein wenig an „Joyride – Spritztour“.
Die Story ist nun wirklich nicht neu und bietet hinsichtlich dessen auch nix neues. Drei Jungs, welche sich nach einer Schlägerei auf dem Heimweg von einer Kneipe kommend befinden werden durch einen schwarzen Cadillac verfolgt. Zudem greifen sie unterwegs auch noch einen etwas seltsam wirkenden Polizisten auf. Von nun an beginnt eine wilde Jagd durch die total verschneite Nacht.
Dürfte also nicht wirklich neu sein, bestenfalls für Zuschauer denen dieses Genre gänzlich neu sein sollte. Über Logik und Inhalt braucht man auch nicht weiter reden. Letzterer ist ziemlich Bruchstückhaft erzählt, keine Person wird vorgestellt und die Hintergründe bleiben auch größtenteils verborgen. Logisch ist „Black Cadillac“ in keinster Weise. Eine Eisfläche, welche zwar einem Auto standhält, jedoch keinem Teenie, wirkt schon mal sehr sehr dubios. Des weiteren fehlen stets, zum Teil doch wichtige Zusammenhänge, die dem Film nun wirklich nicht geschadet hätten.
Die Darsteller sind typisch für einen Teenier – Horrorthriller der Mittelklasse. Alles (relativ) neue Gesichter, welche ihre Arbeit ganz anständig machen. Also nicht mehr als man von ihnen erwartet. Großartig zu glänzen vermag dabei jedoch keiner.
Es mag vielleicht an der auch zum Teil etwas billig wirkenden Inszenierung liegen, dass „Black Cadillac“ eine sehr gute Atmosphäre vermitteln mag. Die vollkommene Dunkelheit, welche lediglich durch Tonnenweise Schnee gebrochen wird, wirkt sehr gut auf den Betrachter. Auch der Spannungslevel liegt zum Großteil relativ weit oben, wird jedoch (zum Glück nur selten) von etwas dummen Dialogen, welche ja auch wiederum typisch und allseits bekannt sein dürften, unterbrochen. Lediglich das Ende macht einen doch bis dahin relativ guten Thriller wieder zunichte, da er, wie so oft, total Ideenlos ist und obendrein mehr als nur Klischeehaft dargestellt wird.
Alles in allem ist „Black Cadillac“ kein Film den man unbedingt gesehen haben muss, wäre das Finale nicht ganz so altgebacken ausgefallen. Bis dahin kann er in Sachen Spannung und Inszenierung sowie ein guten Atmosphäre durchaus überzeugen. Wer jedoch auf einen logische und gute Handlung hofft, sollte lieber die Finger davon lassen, da diese beiden Aspekte nun ganz und gar nicht mit „Black Cadillac“ zu vereinbaren sind. Im Endeffekt ein 08/15-Thriller mit inzwischen mehr als bekannter Kost.