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Fans von Teenie-Horror-Streifen erinnern sich mit wohl wollen an "Joyride - Spritztour", der sich Ende 2001, mit perfekter Atmosphäre und einem großartigem Spannungsbogen, durchaus beliebt machen konnte. In "Black Cadillac" gibt es nun wieder ein paar dusselige Teens, die dieses mal von einem mysteriösen schwarzen Cadillac verfolgt werden. Heraus gekommen ist dabei eine typische Direct-to-Video-Produktion, bei der es in punkto Qualität ständig auf und ab geht!

Die Story zu BC ist natürlich nicht neu, sondern größtenteils schamlos von oben genanten Film abgekupfert worden. Zwar gibt es schon ein paar kleinere Neuigkeiten und Unterschiede, doch im Großen und Ganzen kommt einem wirklich alles hier irgendwie bekannt vor. Zudem ist die Geschichte leider wieder überseht mit Logiklücken, manche davon sind sogar haarsträubend. Zum Beispiel gibt es eine Szene, in der die Jungs mit ihrem Auto auf einer angetauten Eisfläche stehen bleiben, da einer von ihnen dringend pinkeln muss. Während er plötzlich ins Eis einbricht, bleibt der tonnenschwere Wagen natürlich ohne Probleme auf dem Eis stehen! Solche und ähnliche idiotische Logikfehler gibt es hier leider des öfteren! Da wir aber eh keine dichte Story erwartet haben, können wir hier trotzdem das berühmte Auge zudrücken.

Was aber die Spannung und Atmosphäre betrifft, welche bei solchen Filmen nun mal das "Ah" und "Oh" sind, muss man schon ab und an Abstriche machen, denn es geht wirklich ständig auf und ab. Die ersten 20 Minuten zum Beispiel sind klischeebehafteter Teenie-Müll at its best. Die Figuren werden kaum vorgestellt, schon geraten sie entweder in einen Konflikt oder haben "Sex" mit unbekannten Mädels! Zudem wird ein dämlicher Dialog nach dem anderen heraus posaunt, so dass man eigentlich schon abschalten möchte. Doch sobald die Jungs endlich unterwegs nach Hause sind und dabei unterwegs einen mysteriösen Sheriff aufgabeln, wird es spannend und es kann sich doch eine wohlige Atmosphäre breit machen. Dafür zuständig ist vor allem die finstere, wirklich stockdustere, Umgebung, viel, viel Schnee und der (etwas zu) dezente Score! Und die Frage, wer hinter dem Steuer des schwarzen Verfolger-Autos sitzt, ist doch erst einmal recht spannend.

Leider aber verliert sich der Film zwischendurch dann wieder in Längen, die schmerzhaft an den Anfang des Films erinnern, da auch sie von grottigen Dialogen nur so überquellen und die Handlung in keinster Weise originell fortsetzen.

Das Ende des ganzen Spuks ist dann zudem, wie des öfteren, eine große Enttäuschung. Denn alles ist wirklich so, wie man es dann doch nach einigen Minuten schon geahnt hat. Keine Aha-Effekt, keine Überraschung, nichts. Alles geht so was von typisch aus, dass man sich fragt, warum man überhaupt bis zum Ende zugeschaut hat.

Schauspielermäßig ist wieder einmal alles im mittleren Bereich angesiedelt (für einen Teenie-Film), der weder nach oben, noch nach unten ausschlägt! Nur Randy Quaid kann, wie so oft, vollauf überzeugen. Aber er ist ja nur eher selten zu sehen!

Fazit: Durchschnittlicher 08/15-Grusler, der leider kaum neue Ideen bringt, sondern Altbekanntes zum X-ten Mal durchkaut. Zwar kann der Film schon des öfteren mit einer gekonnten Atmosphäre und ab und an auch mit Spannung protzen, doch das Ende des ganzen Treibens und viel zu viele Längen verderben einem den Spaß am Zuschauen! Wer selten Horrorfilme schaut ist sicherlich gut aufgehoben, doch Horror-Fans werden nur bei einem Videoabend unter Freunden ihre gemäßigte Freude daran haben!

Wertung: 5,5+/10

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