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Oliver Kalkofe, Jan Delay, Joko und Klaas, Bela B, Oliver Welke, Tim Mälzer, Markus Lanz Sarah Knappig, Dieter Nuhr und Ingrid van Bergen gemeinsam in einem Film, der nicht aus Deutschland stammt, - das ist nur mit „Sharknado“ möglich, der mit vorliegendem Teil die Messlatte für künftige Hailights ganz schön hoch ansetzt.

Fin (Ian Ziering), April (Tara Reid) und Sohn Gil (Billy Barratt) befinden sich soeben in London, als eine Reihe von Sharknados die halbe Stadt plättet und Gil in einen von ihnen gerät. Das Ehepaar reist um die halbe Welt, um ihren Sohn aus dem Strudel zu befreien…

Regisseur Anthony C. Ferrante weiß mit Teil 5 von Beginn an ein hohes Tempo zu etablieren, welches er über die komplette Spielzeit aufrecht erhalten kann. Noch nie gab es binnen kurzer Zeit dermaßen viele Schauplatzwechsel, doch der Sharknado macht es möglich. Von London geht es in die Schweiz, dann nach Brasilien, zwischendurch Rom, danach Okinawa und auch das Sydney Opera House wird besucht, denn darin befindet sich ein Geheimlabor, welches seine Dachelemente relativ frei bewegen kann.

Als kleines Gimmick gibt es ein altes Artefakt, denn bereits die Druiden kannten Sharknados, woraufhin eine Expedition in Stonehenge die abenteuerliche Odyssee einläutet und nicht nur die Form der Credits an „Indiana Jones“ erinnert. Die Erzählung legt kaum eine Atempause ein, wirft mit zahlreichen Anspielungen („Make America great again“) und Miniauftritten (Katie Price, Olivia Newton-John, Bai Ling) um sich und driftet natürlich ins Groteske ab, wenn April sich mal wieder mit Düsenantrieb in die Lüfte schwingt, ein frisch abgetrenntes Bein nicht am Flirt hindert und Dolph Lundgren den Weg zurück in die Zukunft antritt.

Das aberwitzige Treiben macht definitiv Laune, wozu die gut aufgelegten Mimen ebenso ihren Teil beitragen wie der teils etwas zu voluminöse Score. Natürlich sind nicht alle Tricks überzeugend und wenn bekannte Wahrzeichen zweckentfremdet werden, schimmern die CGI oft überdeutlich durch, doch insgesamt hat sich das technische Niveau seit dem Erstling von 2013 deutlich verbessert, Hai-Tech eben.

SyFy und Asylum haben definitiv ihr gemeinsames Steckenpferd gefunden und werden wohl weiterhin einen Hai-Ableger pro Jahr abliefern. Solange das so kunterbunt und durchgeknallt, abwechslungsreich und augenzwinkernd abläuft wie bei „Global Swarming“ darf es auf diesem Niveau gerne weitergehen.
7 von 10

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