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Der gefühlte 666. Spukhausfilm, doch allzu viel hat sich seit den Achtzigern nicht getan, - im Gegenteil: Regisseur Austin Reading kehrt ein wenig zu den Wurzeln schlichter Geisterbahneffekte zurück.

Maddy (Tara Holt), ihr Freund und Therapeut Jake (Bryce Johnson) und ihre Cousine Izzy (Katrina Law) brechen in ein verwaistes Haus ein, welches bald abgerissen werden soll. Dabei handelt es sich um das Gebäude, in dem Maddy als Kind lebte, in dem vor zwanzig Jahren ihre Mutter und ihre Schwester auf mysteriöse Weise ums Leben kamen. Auf der Suche nach Antworten offenbart sich das Böse, welches das Trio nicht aus dem Haus lassen will…

Drei Leute, ein leeres Haus, - um mit diesen minimalen Voraussetzungen jonglieren zu können, benötigt es einen gewissen Ereignisreichtum und der ist nach kurzer Aufwärmphase durchaus gegeben. Allerdings zeugen etwaige übersinnliche Erscheinungen nicht immer von Einfallsreichtum, wenn eine Hand am Duschvorhang auftaucht, ein Geisterkind im Keller erscheint oder sich Maserungen an der Wand abzeichnen. Gut ist indes die Idee des angriffslustigen Hundes, der zeitgleich vor jedem möglichen Fluchtweg lauert, während die dämonische Besessenheit einzelner Individuen zum klischeebehafteten Vehikel verkommt, bei dem vieles vorhersehbar ausfällt.

Auch um die drei Figuren ist es nicht sonderlich gut bestellt, denn im Verlauf herrschen deutlich zuviel Gekreische, Jammern und Zetern, Dialoge wiederholen sich, obgleich sie im jeweiligen Kontext wenig Sinn ergeben und mit logischem Vorgehen hat keiner etwas am Hut. Im Gegenteil, in besonders prekärer Situation findet man noch Zeit frisch gefundene Fotoalben zu durchblättern.
Erstaunlich ist auch, dass in dem verwaisten Haus nie geplündert wurde, das Wasser in der Klospülung kein Stück verdunstet ist und nicht ein Staubkorn auf dem Inventar ruht.

Ansonsten ist immerhin kein Durchhänger auszumachen und wenn Stofftiere die Augen schließen und irgendwann ein Schuppenmonster angekrochen kommt, fühlt man sich ein wenig an Monsterfilmchen wie „Gate – Die Unterirdischen“ erinnert. Aufgrund der wenig überzeugenden Mimen, dem nahezu unauffälligen Score und der schwachen Dialogregie und nicht zuletzt wegen einiger nur mäßig inszenierter CGI hinkt ein solcher Vergleich natürlich.

So ergibt sich zwar wenig Kreatives und noch weniger Innovatives, doch aufgrund des flotten Tempos, einer Handvoll effektiver Erschreckmomente und dem insgesamt tauglichen Handwerk gehen die 80 Minuten einigermaßen kurzweilig über die Bühne. Reichlich seelenlos wirkt er trotz des dämonischen Treibens allerdings auch.
5,5 von 10

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