Review

Während der Semesterferien planen Traci, Linda und Chris eine Pyjamaparty, derweil aus der Psychiatrie schon einmal ein Psychopath metzelnd ausbricht. Lindas Vater, Arzt in dem Schuppen, scheint mit Sprüchen wie "Diese Notfälle sind einfach lästig" wenig engagiert zu sein und wie man sich denken kann sucht der Killer geradewegs auf der Teenieparty, die eigentlich gar nicht richtig stattfindet, nach Aufmerksamkeit, Ende der Durchsage vom Drehbuch. Die übliche Story um den Slasher unter den amüsierfreudigen Teenagern lässt fortan einen Haufen Knallchargen uninspiriert durch das Bild eiern, der Killer kann nicht vernünftig töten, die Opfer können nicht vernünftig sterben, Spannung wird sowieso konsequent mit den Füßen getreten. So etwas wie eine funktionierende Story wird durch Blödsinn in Wort und Bild ersetzt, dass dem Filmkritiker die Tränen kommen, dem Schundkundigen auch, vor Lachen. Sinnentleerte Textpassagen, die "Gut aussehen" mit "Inneren Werten" gleichsetzen oder Verlautbarungen wie "Alkohol hat noch niemandem geschadet" sind in der Welt delirierender C-Filmer, die ihre Gehirnzellen bereits auf ein Minimum reduziert haben, Ausdruck dessen, was der Schlitzer mit stets aufgerissenen Augen und gewetztem Skalpell kindlich als Wahnsinn präsentiert. Der Bodycount geht für einen Slasher aus dem Restelager zwar in Ordnung, doch leider sind sämtliche Morde wie aus dem Malkasten improvisiert (wie kann man nur immer wieder Kehlenschnitte zeigen, die überhaupt nicht funktionieren). Kunstblut kann halt jeder verteilen, Splattereffekte herstellen nicht. In der Tradition von Lowest Budget wie "Blood Cult" oder "Terror At Tenkiller" mit einer penetrant stümperhaften Umsetzung sorgt dieser kleine, miese Streifen zwar stellenweise für unfreiwillige Belustigung, bei weniger ausgeprägten Frohnaturen jedoch nur für ausgedehnte Langeweile. Immerhin verschont uns Regieneuling Stephen Tyler (der hier selbst den Maniac mimt) nach diesem ersten und letzten Versuch mit weiteren Eskapaden im Müllschluckerformat.

Fazit: Äußert doofer Slasher, jenseits jeden Talents. In Sachen Pyjamamorde bleibt der Genrefan wohl besser bei "Slumber Party Massacre". 2/10 Punkten

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